Bundesverdienstkreuz für Rudolf Fissahn

Ein Helfer mit Durchsetzungsvermögen, Bescheidenheit und ganz viel Tatkraft: So lässt sich Rudolf Fissahn in einem Satz beschreiben. Jahrzehntelang hat sich der 75-Jährige in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens engagiert. Im Ennigerloher Ortsteil Enniger kennt und schätzt man Rudolf Fissahn. Landrat Dr. Olaf Gericke händigte ihm jetzt im Sparkassen-Forum in Warendorf im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande aus.

 

Rudolf Fissahn ist ein Ennigeraner Urgestein. Am 19. November wurde er in Enniger geboren, wo er bis heute lebt. In seiner Laudatio führte Landrat Dr. Olaf Gericke aus, dass sich Rudolf Fissahn stets für die Dorfgemeinschaft eingesetzt und die Belange der Ennigeraner in allen Bereichen vertreten habe. „Ob in der Heimatpflege oder im sozialen Bereichen – sie haben sich immer schon bedingungslos für Ihre Mitmenschen eingesetzt und stark gemacht.“

 

1991 initiierte der vierfache Familienvater in Enniger die Rumänienhilfe, die vier Kinderheime mit insgesamt 320 Kindern im Raum Tulcea unterstützt. Alle zwei Jahre finden Hilfsgütertransporte in das rund 2300 Kilometer entfernte Donaudelta statt. Seit 1992 nahm Rudolf Fissahn persönlich an zwölf jeweils einwöchigen Hilfskonvois teil. Zuletzt 2018 begleitete er 2018 zwei Sattelzüge, mit denen Kleidung, Lebensmittel und Spielzeug sowie Schulmöbel und Krankenbetten transportiert wurden. In den Jahren, in denen kein Hilfskonvoi stattfindet, organisiert Rudolf Fissahn zusammen mit zahlreichen Helfern eine Weihnachtspaket-Aktion für die Kinder der unterstützten Heime. Für die Transportkosten konnte Fissahn einen privaten Sponsor gewinnen. Um die Hilfe besser organisieren zu können, rief er 2010 den Verein „Enniger hilft Kindern“ ins Leben.

 

Zudem organisiert Rudolf Fissahn die Gruppe „Rüstige Rentner“, die seit 1989 den jährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt in Enniger auf- und abbaut. Er erstellt den Programmablauf, lädt Musikgruppen ein und besorgt Weihnachtsbäume. Der Erlös geht dabei an den Verein „Enniger hilft Kindern“. Auf Fissahns Initiative hin wurde ein nostalgisches Kinderkarussel angeschafft, dass mit Unterstützung eines ortsansässigen Unternehmers gebaut wurde. Es ist ein Höhepunkt auf Weihnachts- und weiteren Märkten und wird das ganze Jahr über verliehen. 

 

Viele Jahre war Rudolf Fissahn aktives Mitglied des Arbeitskreises Dorfentwicklung, dessen Vorsitz er 2009 übernahm. Vierteljährlich lädt er die Vorstände und die Ennigeraner Vereine ein, erstellt eine Agenda und arbeitet an der Umsertzung der Beschlüsse mit. 2011, 2014 und 2017 nahm Enniger unter Leitung von Fissahn an dem Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. 2017 wurde Enniger Golddorf auf Kreisebene. Im Rahmen des Arbeitskreises war das Ennigeraner Urgestein etwa an der neuen Radwegbeschilderung, an den Hinweisschildern der örtlichen Firmen und Vereine und für die Errichtung der sogenannten Mitfahrbänke beteiligt. Daneben beteiligte sich Fissahn an der Gründung eines Vereins, der sich für den Radwegebau zwischen Enniger und Buddenbaum, einsetzte. Bis zur Realisierung war Fissahn im Vorstand des Radwegebauvereins aktiv.

 

Daneben ist Rudolf Fissahn seit 2010 Vorstandsmitglied der Antonius-Austermann-Stiftung. Von 1982 bis 1999 war er Vorstandsmitglied der Kirchengemeinde St. Mauritius Enniger. Außerdem rief er eine alljährliche Dorfsäuberungsaktion im Ort ins Leben und führte von 1985 bis 2004 als Vorsitzender die „Schützenbrüderschaft Enniger 1929 e.V.“ an.

 

All dies hat dazu beigeführt, dass Rudolf Fissahn bereits 2009 die Goldene Ehrennadel des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes verliehen wurde. Zudem erhielt er 2012 die Ehrenplakette der Stadt Ennigerloh.

„Rudolf Fissahn ist als ideenreicher und positiv denkender Impulsgeber und Gestalter, der Mitstreiter und sein Umfeld für die jeweilige Sache begeistern kann“, betonte Landrat Dr. Olaf Gericke. Nicht zuletzt sei Fissahn bei seinen zahlreichen Aktivitäten stets von seiner Ehefrau Brunhild unterstützt worden.

 

Unter den Gästen der Feierstunde waren auch Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf und Fissahns langjähriger Wegbegleiter Dieter Oesterwinter, die ebenfalls lobende Worte für den Ordenträger aus Enniger sprachen.




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