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RVM setzt auf klimaschonende Antriebe / Testfahrt mit Landrat im E-Bus

Elektrisch oder Wasserstoff – dies sind zwei Möglichkeiten, den Busverkehr im Kreis Warendorf weg von fossilen Brennstoffen noch klimafreundlicher zu gestalten. Die RVM Regionalverkehr Münsterland GmbH stellt sich der Aufgabe und hat für diesen Zweck schon seit längerem eine Arbeitsgruppe installiert, die sich mit alternativen Antriebstechnologien befasst.

 

„Innovative Antriebe haben Vorteile, stellt die RVM aber bei näherem Hinsehen vor einige Herausforderungen“, so Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf. So sind Busse im Regionalverkehr auf längeren Strecken unterwegs, sodass Fahrzeuge mit ausreichender Reichweite vonnöten sind. „Bis zu 500 Kilometer am Tag sind da keine Seltenheit“, ergänzt André Pieperjohanns, Geschäftsführer der RVM.


Ein Elektro-Fahrzeug mit größerer Reichweite hat nun die RVM vorgestellt. Der vollelektrische Citea hat eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern, seine Batteriekapazität beträgt 288 KWh. Am 24. Juli lud das kommunale Verkehrsunternehmen den Landrat Dr. Olaf Gericke und RVM-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Herbert Bleicher zu einer Probefahrt ein. „Wir entwickeln unsere Fuhrparkstrategie in enger Abstimmung mit unseren Eigentümern weiter“, erläutert RVM-Geschäftsführer Pieperjohanns. Derzeit kommen bei der eigenen Flotte d er RVM ausschließlich Busse mit den hohen Umweltstandards EURO V und EURO VI zum Einsatz. Bei Elektrobussen muss auch bedacht werden, dass eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut werden muss. „Bei dem Modell können die Batterien an Schnellladestationen binnen 20 Minuten auf 60 Prozent der Ladekapazität gebracht werden“, führt Pieperjohanns weiter aus. Es sei im großstädtischen Umfeld deutlich einfacher, an die Enden einer Linie Ladestationen aufzubauen. Die RVM setzt ihre Busse sehr wirtschaftlich ein, sodass sie über den Tag mehrere Linien bedienen.


Landrat Dr. Olaf Gericke zeigte sich von dem Testfahrzeug angetan: „Der Fahrkomfort ist überzeugend, auch, weil der Bus so leise ist. Ob allerdings klassische Elektrobusse oder Wasserstoff-Fahrzeuge zum Zuge kommen werden, wird die RVM ausführlich beleuchten, zumal sich letzterer aufgrund der vielen Windräder im Kreis Warendorf anbietet. Für eine Umstellung des Fuhrparks sind dann alle Vor- und Nachteile auch unter Berücksichtigung der Kosten abzuwägen. Die Flotte der RVM umfasst 157 Busse, davon allein 36 an den Betriebshöfen Ahlen und Beckum.


Dr. Herbert Bleicher begrüßt die Initiative der RVM: „Unser kommunales Verkehrsunternehmen ist eine wesentliche Säule für eine Verkehrswende. Es gilt nicht nur, mehr Fahrgäste für Bus und Bahn zu gewinnen, sondern auch die Flotte noch klimafreundlicher zu gestalten.“ Daher sehe man der Gesamtstrategie für die RVM gespannt entgegen.

 

 


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