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Obstwiesen im Kreis: Förderprogramm wirbt für Neupflanzungen

Neue Obstbäume wurden auf der Wiese von Familie Wegener in der Bauerschaft Herrenstein in Drensteinfurt gepflanzt – im Bild Maria Wegener (Mitte). Über das Förderprogramm informierten Heinz-Jürgen Müller und Sabrina Thülig vom Kreis Warendorf.

Obstwiesen sind wertvolle Bestandteile der Münsterländer Parklandschaft. Sie haben eine hohe Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz. Früher wurden Obstwiesen vor allem aus wirtschaftlichen Gründen angelegt – sie waren fester Bestandteil von Bauernhöfen und dienten der Selbstversorgung. Heute sind es vor allem ökologische Gründe, die für die Erhaltung und Neuanlage von Obstwiesen sprechen: höhlenbewohnende Tierarten wie z.B. der Steinkauz oder zahlreiche Fledermaus- und Insektenarten finden hier wichtige Brut- und Nahrungsräume. Außerdem sind sie mit ihrer Blütenpracht ein Schmuck für unsere Landschaft, eine unverzichtbare Bienenweide und liefern gesundes und frisches Obst.

 

Viele Obstwiesen sind jedoch überaltert. Wegen ihrer besonderen Bedeutung für den Natur- und Landschaftsschutz führt der Kreis Warendorf jährlich eine Aktion zur Neuanlage und Ergänzung von Obstwiesen durch, das er auf der Obstwiese der Familie Wegener in der Bauerschaft Herrenstein in Drensteinfurt der Presse vorstellte.

 

Durch das Programm können Neupflanzungen und Ergänzungen von Obstwiesen mit öffentlichen Mitteln der EU, dem Land NRW und dem Kreis gefördert werden. Die Grundstückseigentümer stellen hierbei ihren Grund und Boden zur Verfügung, während der Kreis Warendorf in Abstimmung mit den Eigentümern die Baumpflanzung durch Fachfirmen durchführen lässt. Insgesamt wurden in der Pflanzperiode 2017/18 kreisweit sieben Obstwiesen mit insgesamt 199 Obstbäumen gepflanzt.

 

Auch Familie Wegener aus Drensteinfurt freut sich über 62 neue Obstbäume, die im Winter auf ihrem Grundstück angepflanzt wurden. Dabei wurden ausschließlich alte Obstsorten und Hochstämme gewählt, die sich für Streuobstwiesen eignen. Neben Äpfeln („Schöner von Wiedenbrück“), Birnen („Gute Graue“) und Süßkirschen („Große Prinzessin“) wurden auch Pflaumen und Zwetschgen gepflanzt. Auf der Fläche wurde eine Blumenwiesenmischung gesät, die bereits in voller Blüte steht.

 

Ansprechpartnerinnen für die Förderung von Streuobstwiesen ist Sabrina Thülig von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises, Telefon: 02581/ 53-6131.

 

Hintergrund: Auch Pflege von Obstbäumen wird gefördert

Obstbäume sind Kulturpflanzen. Um eine lange Lebensdauer der Bäume zu erzielen, ist eine fachgerechte Pflege notwendig. So können Apfelbäume bis zu 100 Jahre alt werden und verschiedene Birnenbaumsorten bis zu 250 Jahre alt. Für die Pflege alter Obstbäume stehen zudem öffentliche Mittel des Naturschutzes zur Verfügung.

 

 


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