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Madonna birgt ein Rätsel / Figur kehrt nach 216 Jahren nach Liesborn zurück

Über die Rückkehr einer gotischen Madonna-Figur, die bis 1803 zur Abtei Liesborn gehörte, freuen sich (v.l.n.r.): Klaus Luig und Ekkehard Schulze Waltrup vom Heimatverein Liesborn, die den Ankauf eingefädelt haben, Christiane Hoffmann (2. Vors. Freunde des Muesums e.V.), Bürgermeister Christian Thegelkamp, Winfried Leiting (Vors. Freunde des Museums), Dr. Jutta Desel (stellv. Museumsleiterin), Margarete Klein (Vors. Kulturring Liesborn), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Elisabeth Schwarm (Museumsleiterin).

Nach 216 Jahren ist eine gotische Madonna aus dem 14. Jahrhundert nach Liesborn zurückgekehrt. „Möglich gemacht hat das eine hervorragende Gemeinschaftsleistung der Freunde des Museums e.V., des Heimatvereins sowie des Kulturrings“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke, der sich für den Einsatz bedankte. Ekkehard Schulze-Waltrup vom Heimatverein Liesborn hatte in einer Art Detektivarbeit die Madonna entdeckt und mit Hilfe von Klaus Luig dem Museum Abtei Liesborn vermittelt.


Bis zur Aufhebung des Klosters 1803 zählte die Madonna zu dessen Besitz. „Sie ist eine wichtige Zeugin der Abteigeschichte und wird deshalb auch in der Neukonzeption des Museums, das das frühere Kloster in den Mittelpunkt stellt, eine wichtige Rolle spielen“, so der Landrat. Einen Großteil der Ankaufkosten haben die Freunde des Museums geschultert. Der Kreis Warendorf als Träger des Museums und der Kulturring Liesborn übernahmen den Rest. Die Freunde des Museums haben seit 1984 Ankäufe im Wert von über 250.000 Euro gefördert.


Bürgermeister Christian Thegelkamp bedankte sich ebenfalls für das große bürgerschaftliche Engagement, wodurch es einmal mehr gelinge, das Museum Abtei Liesborn noch interessanter zu machen.


Den Restauratorinnen Anne Eysing und Patricia Schering gibt die Marienfigur noch ein Rätsel auf. „Wir gehen davon aus, dass sich im Kopf Reliquien befinden“, berichten sie. Da der Kopf sich nicht ohne Risiko öffnen lasse, muss die Marienfigur in die Klinik – zum Röntgen und zur CT. Durch eine Untersuchung erwarten die Restauratorinnen weitere Aufschlüsse über das Innenleben und darüber, wie mögliche Reliquien geborgen werden können.


Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm hofft auf weitere Informationen durch eine eingehende Untersuchung der Madonna. Sie soll deshalb so schnell wie möglich in die Uni-Klinik Münster „eingeliefert“ werden.

 

 


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