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LWL-Direktor Matthias Löb übergibt ersten Förderbescheid für den Ausbau des Museums Abtei Liesborn

Landesdirektor Matthias Löb übereichte den Förderbescheid des LWL für die Neugestaltung des Museums Abtei Liesborn an Landrat Dr. Olaf Gericke (l.). Darüber freut sich auch Christian Thegelkamp (r.), Bürgermeister der Gemeinde Wadersloh.

Der Landschafts­ver­band Westfalen-Lippe (LWL) will den Kreis Warendorf mit knapp einer Million Euro dabei unterstützen, das Museum Abtei Liesborn umzugestalten. Im Mittelpunkt steht dabei das 2017 angekaufte Liesborner Evangeliar (um 980 entstanden), das dann unter den konservatorisch nötigen Ausstellungsbedingungen an seinem ursprünglichem Bestimmungort gezeigt werden kann. LWL-Direktor Matthias Löb hat am Donnerstag (29. August) einen ersten Bewilligungsbescheid über 100.000 Euro an Landrat Dr. Olaf Gericke, übergeben. Die Restförderung soll in den kommenden Jahren fließen.

 

„Der Kreis Warendorf hat mit dem Ankauf des Liesborner Evangeliars und dem Beschluss zum grundlegenden Umbau des Museums ein starkes Statement für den Stellenwert der Kultur auch abseits der großen Städte gesetzt. Ich freue mich sehr, dass wir den Kreis bei seinen ehrgeizigen Plänen unterstützen können. Am Ende werden wir eine Neupräsentation sehen, die moderne Standards hinsichtlich Raumklima und musealer Erzählung erfüllt und die das Evangeliar entsprechend seiner herausragenden Bedeutung  effektvoll in Szene setzt“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb. „Die konsequente Ausrichtung des Museumsumbaus auch auf die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen begeistert mich als LWL-Direktor in besonderem Maße.“ 

 

Überaus dankbar für die Unterstützung des LWL ist Landrat Dr. Olaf Gericke: „Diese hohe Fördersumme ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist eine wesentliche Säule, mit der wir den Umbau finanzieren und das Museum Abtei Liesborn neu ausrichten können.“

 

Die Leiterin des Museums, Dr. Elisabeth Schwarm, betont: „Ich freue mich, dass es mit Hilfe der großzügigen Förderung des LWL nun gelingt, das Museumsgebäude so umbauen und die neue Ausstellung so einrichten zu können, dass wir das Evangeliar und die Abteigeschichte in den Mittelpunkt stellen und auch im Sinne der Inklusion zu einem echten Erlebnis machen können.“

 

Hintergrund

Das Museum will die Handschrift künftig in einem sakral anmutendem, zweigeschossigem Raum als wichtigstes zeremonielles Objekt und Zeitzeuge der Abteigeschichte zeigen. Dabei wird es aufgeschlagen vor goldenem Hintergrund in einer Klimavitrine liegen.

 

Neben dem Evangeliarraum soll es einen weiteren Ausstellungsraum geben: Der „Prolograum“ thematisiert die wirtschaftliche und kulturgeschichtliche Bedeutung der Abtei für die Region. Im „Umgang“ des Evangeliarraums vermitteln digitale Stationen die kulturgeschichtliche Bedeutung und die Geschichte des Evangeliars und des Klosters. Neben der Christianisierung Westfalens und Karl dem Großen als Gründer der Abtei Liesborn geht es darum, wie das Evangeliar entstanden ist, wie es nach Liesborn kam, wie es neue Besitzer fand, was mit ihm während der Säkularisierung geschah und wie es schließlich als Kunstobjekt durch viele Länder reiste, bevor es nach Liesborn zurückkehrte.

 

Der Kreis Warendorf will die Umgestaltung des Museums auch dazu nutzen, es barrierefrei zugänglich zu machen. Zu dem Inklusionskonzept gehört nicht nur, dass es künftig einen gemeinsamen Museumseingang für Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen gibt. Außerdem sollen alle Inhalte mindestens über zwei Sinne erfahrbar sein, und alle Informationen sollen möglichst einfach und verständlich sein.

 


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