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Landwirtschaft und Kreisverwaltung gemeinsam für den Artenschutz

Sprachen über aktuelle gemeinsame Themen: Vertreter des Kreises und der Landwirtschaft (v.l.): Andreas Westermann (stellv. Vors. Landw. Kreisverband), Martin Terwey (Leiter Amt für Naturschutz des Kreises), Paul Verenkotte (2. stellv. Vors. Landw. Kreisverband), Helmut Eismann (Landwirtschaftskammer), Petra Schreier (Kreisordnungsdezernentin), André Hackelbusch (Leiter Kreisumweltamt), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (Vors. Landw. Kreisverband), Landrat Dr. Olaf Gericke, Dr. Matthias Quas (Geschäftsführer Landw. Kreisverband), Dr. Andreas Witte (Leiter Kreisveterinäramt) und Carsten Rehers (Kreisumweltdezernent).

Der „Tag der Landwirtschaft“ findet nächstes Jahr am 28. Juni in Telgte statt. „Und der Kreis Warendorf macht wieder mit eigenen Infoständen rund um die Themen Umwelt, Naturschutz und Lebensmittelüberwachung mit“, blickte Landrat Dr. Olaf Gericke beim Jahresgespräch von Landwirtschaft und Kreisverwaltung auf das alle fünf Jahre stattfindende Großereignis.

 

Beim Jahresgespräch standen zahlreiche gemeinsame aktuelle Themen auf der Tagesordnung. Beispiel Artenvielfalt: Kreisverwaltung, Naturschützer und Landwirtschaft arbeiten dabei schon seit vielen Jahren eng zusammen. Regelmäßig erörtern sie die aktuelle Situation und entwickeln gemeinsam geeignete Maßnahmen. So hat der Runde Tisch für Biodiversität bereits viele Schutzprojekte angeschoben – mit Erfolg. Die Untere Naturschutzbehörde würdigte beispielsweise das kooperative Miteinander bei den Artenschutzprojekten für Kiebitz und Feldlerche.


Weitere Anstrengungen der Landwirte für den Artenschutz werden für die Bevölkerung im Sommer sichtbar: In den vergangenen Wochen haben viele Landwirte Blühstreifen gesät, um Insekten, Feldvögeln und anderen Wildtieren wichtige Nahrungs- und Rückzugsflächen zu bieten. „Fast 1700 Kilogramm Saatgut haben die Bauern auf rund 75 ha Fläche ausgebracht. Das ist eine Menge“, berichtete Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh.

„Die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei den Themen Natur- und Artenschutz ist bei uns im Kreis hervorragend – und wir wollen sie gerne weiter ausbauen“, so der Landrat. Für die Weiterentwicklung des Kreisentwicklungsprogramms unter dem Titel „WAF2030plus“ wolle die Kreisverwaltung entsprechende Projekte vorschlagen und einen Schwerpunkt setzen.


Sehr zufrieden zeigten sich der Kreis und die Landwirtschaftsvertreter auch mit der bisherigen Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Ein weiteres aktuelles Thema war die Digitalisierung – konkret: der mit öffentlichen Mitteln geförderte Glasfaserausbau, damit der unterversorgte Außenbereich des Kreises ein sehr schnelles Internet-Angebot bekommt. Der Landrat berichtete, dass er in Kürze mit Angeboten von interessierten Telekommunikationsunternehmen für den Ausbau rechne.

 

Mit Blick auf die drohende Afrikanische Schweinepest und eine mögliche Einschleppung des Virus‘ in Wildschweinebestände in Deutschland ist inzwischen die Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft gegründet worden. Auf Kreisebene hat bereits im März eine Übung stattgefunden. „Wir hoffen, dass es nicht zu einem Ausbruch der Seuche kommt. Aber wir sind gut vorbereitet“, so der Landrat.

 


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