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Landrat Dr. Gericke: „Glasfaserausbau Meilenstein für Digitalisierung“ / Größtes Projekt in Deutschland / Ostbevern, Warendorf, Ennigerloh, Ahlen, Telgte und Drensteinfurt machen den Anfang

Mit Messfahrzeugen erkundet die Deutsche Glasfaser (DG) derzeit vor Ort die genauen Voraussetzungen für die Verlegung. Um die Bauplanung für den Kreis Warendorf ging es in einer Pressekonferenz, im Bild v.l.n.r.: Petra Michalczak-Hülsmann (Geschäftsführerin gfw), Landrat Dr. Olaf Gericke, Peter Kamphuis (Geschäftsführer DG), Ingo Teimann (DG Regionalleiter), Dr. Herbert Bleicher (Planungsdezernent Kreis Warendorf), Sven Geiger (DG, Bereichsleiter Programm Management) und Ralf Hübscher (Breitbandkoordinator Kreis Warendorf) - (Foto. Kreis Warendorf).

Landrat Dr. Olaf Gericke hat das Ausbaukonzept des Unternehmens Deutsche Glasfaser (DG) als „Meilenstein für die digitale Infrastruktur des Kreises Warendorf“ bezeichnet. Nach der Vertragsunterzeichnung Ende 2019 komme es jetzt darauf an, das Projekt zügig umzusetzen. In Deutschland sei oft der Vorwurf zu hören, die Politik spreche viel von Digitalisierung und verschlafe trotzdem den Internetausbau. „Wir im Kreis Warendorf reden nicht nur, sondern wir handeln. Wir wollen eine gute Kommunikation für alle und haben dafür 160 Millionen Euro Fördermittel zusammengebracht“, sagte Gericke bei einer gemeinsamen öffentlichen Vorstellung der Pläne mit der DG.

 

Von den jetzt vorgestellten Ausbauschritten profitieren im Kreis 13.500 private Haushalte, 2.100 Gewerbebetriebe und 50 Schulen. „Das gigabitfähige Netz ist ein entscheidender Faktor für unsere Infrastruktur. Der Glasfaserausbau gehört zu den weit herausragenden Investitionen in der Geschichte des Kreises Warendorf und ist das derzeit in Deutschland größte Projekt dieser Art“, sagte Gericke. Seinen Dank richtete er an allen Beteiligten im Kreis Warendorf, im Land Nordrhein-Westfalen und im Bund.

 

„Im Rahmen des Förderprojekts gehen wir zunächst Ostbevern, Warendorf, Ennigerloh, Ahlen, Telgte und Drensteinfurt an. Dort werden wir frühzeitig alle Bürgerinnen und Bürger, die im geförderten Ausbaubereich wohnen, über alle Möglichkeiten und Annehmlichkeiten des Glasfaseranschlusses, unsere Tarifangebote und die Ausbauschritte informieren. Dazu werden wir unter anderem Info-Abende veranstalten und als Ansprechpartner stets präsent sein“, sagt Peter Kamphuis, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser. Im zweiten oder dritten Quartal sollen die Arbeiten in den Außenbereichen der genannten Kommunen beginnen.

 

Nach Auskunft von Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin der gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf, verfügt die Deutsche Glasfaser über erhebliche Erfahrung beim Ausbau des schnellen Internets in vielen ländlichen Regionen und hat auch im Kreis Warendorf bereits privatwirtschaftlich anbieteroffene Glasfaser-Direktanschlüsse (FTTH, Fiber to the Home/ d.h. Glasfaser bis ins Haus) in kleineren Gemeinden und Ortsteilen für über 28.000 Privathaushalte und fast 500 Unternehmen erstellt. „Die Internetanbindung ist längst ein bedeutender Standortfaktor für Unternehmen, aber auch für die Bevölkerung“, sagte Petra Michalczak-Hülsmann.

 

„Nach dem Vertragsschluss wird das Unternehmen zügig mit dem Glasfaserausbau für Adressen im Kreis beginnen, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau möglich und eine Übertragungsrate von weniger als 30 Mbit vorhanden ist“, sagte Dr. Herbert Bleicher, Planungsdezernent beim Kreis Warendorf. Dadurch können diese bisher unterversorgten Adressen – insbesondere in den Außenbereichen – an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden. Deutsche Glasfaser verlegt 4133 Kilometer Leerrohre für 7208 Kilometer Glasfaserleitungen. Dafür sind die Tiefbauarbeiten auf eine Länge von 2578 Kilometern erforderlich. Im Außenbereich können zum größten Teil unbefestigte Flächen für die erforderlichen Erdarbeiten g genutzt werden.

 

Der Kreis Warendorf hatte als einer der ersten Kreise geänderte Förderrichtlinien für sich genutzt und kann nun das Ausbauprojekt mit Fördermitteln von etwa 160 Mio. Euro realisieren. 80 Mio. Euro kommen vom Bund und 64 Mio. Euro vom Land, so dass der kommunale Eigenanteil 16 Mio. Euro ausmacht.

 

 


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