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Landrat besucht Vermessungsarbeiten für Amtliche Basiskarte

Landrat Dr. Olaf Gericke (m.) und Katasteramtsleiter Jens Hinrichs (r., Kreis Warendorf) besuchten Vermessungsingenieur Stefan Sitterle bei seinen Messarbeiten in Rinkerode.
Die neu gewonnenen topografischen Informationen werden vor Ort in den Geodatenbestand eingepflegt.
Am PC werden aktuelle Luftbilder und Höhenaufnahmen ausgewertet.

In Rinkerode führt das Amt für Geoinformation und Kataster des Kreises Warendorf derzeit Vermessungsarbeiten durch. „Wir erstellen dort die Amtliche Basiskarte (ABK) im Maßstab 1:5000“, erklärte Amtsleiter Jens Hinrichs, als Landrat Dr. Olaf Gericke sich vor Ort über den Stand der Arbeiten informierte.

 

Die ABK ist eine landesweit einheitliche Karte und wird für viele Planungsaufgaben benötigt. In ihr werden u. a. das Wege- und Gewässernetz, Teiche, Vegetation, Gebäudebestände sowie die tatsächliche Nutzung der Erdoberfläche dargestellt. Sie ist der digitale Nachfolger der in den 60er- und 70er-Jahren gezeichneten ehemaligen Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK 5).

 

Durch die Auswertung von aktuellen Luftbildern und Höhenaufnahmen am PC werden die topographischen Informationen in der digitalen Katasterkarte ergänzt. Gibt es hierbei Unklarheiten, weil z.B. Bäume die Sicht verdecken oder sich Veränderungen des Gebäudebestandes oder der landwirtschaftlichen Nutzung ergeben haben, werden diese bei einem Zielfeldvergleich vor Ort geklärt. Hierfür schaut sich der Vermessungsingenieur die fraglichen Punkte an und pflegt die neu gewonnenen Informationen direkt in den Geodatenbestand auf dem Laptop ein. Das Ergebnis der topographischen Aufnahme wird dann wieder im Büro in die Basiskarte übertragen.

 

„Die Amtliche Basiskarte bietet eine Vielzahl von Informationen für ihre Nutzer. Auch unsere kreisangehörigen Kommunen profitieren bei ihren Bauleit- und Straßenplanungen von der ABK“,  so Landrat Dr. Olaf Gericke.

 

Um die notwendigen Arbeiten im Gelände vorzunehmen, sind die Mitarbeiter des Amtes für Geoinformation und Kataster gesetzlich dazu berechtigt, Grundstücke und bauliche Anlagen zu betreten und zu befahren. Hierbei können sie sich jederzeit ausweisen und stehen den Grundstückseigentümern und Nutzungsberechtigten der betroffenen Grundstücke natürlich für Rückfragen zur Verfügung.

 

„Sobald die Basiskarte für einen Bereich fertiggestellt ist, wird sie durch Offenlegung im Amt für Geoinformation und Kataster bekanntgegeben“, erläuterte der Landrat.

 

Die Amtliche Basiskarte soll bis Ende 2019 flächendeckend in Nordrhein-Westfalen bereitstehen. Im Kreis Warendorf sind bereits 1.210 Quadratkilometer erfasst, das sind 92 Prozent der Kreisfläche. Die Arbeitsschwerpunkte der Vermessungsingenieure und -techniker für die nächsten anderthalb Jahre liegen neben Drensteinfurt auch in Beckum und Ahlen.

 

Die Amtliche Basiskarte steht mit anderen Karten und Informationen kostenfrei im Geoportal des Kreises Warendorf zur Verfügung oder kann z.B. für Bauanträge im Geodatenzentrum bestellt werden.

 

Hintergrund Geoportal

Das Geoportal des Kreises stellt Informationen zu den Themen Natur, Umwelt und Sehenswürdigkeiten bereit. Auch zu Bodenrichtwerten und zur Bauleitplanung stehen Themenkarten kostenfrei zur Verfügung. Zudem sind viele Bürgerinformationen zu Behörden Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen in den Onlinekarten zu finden. geoportal.kreis-warendorf.de

 

 

Bildunterschriften:

Landrat Dr. Olaf Gericke (m.) und Katasteramtsleiter Jens Hinrichs (r., Kreis Warendorf) besuchten Vermessungsingenieur Stefan Sitterle bei seinen Messarbeiten in Rinkerode.

Die neu gewonnenen topografischen Informationen werden vor Ort in den Geodatenbestand eingepflegt.

Am PC werden aktuelle Luftbilder und Höhenaufnahmen ausgewertet.


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