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Herbert Gottwald als Leiter des Straßenverkehrsamtes verabschiedet / Landrat lobt vorbildlichen Einsatz

Herbert Gottwald, den langjährigen Leiter des Straßenverkehrsamtes des Kreises Warendorf, verabschiedete Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) in den Ruhestand. – (Foto: Kreis Warendorf)

Nach 43 Jahren beim Kreis Warendorf ist für Herbert Gottwald eine lange und sehr erfolgreiche Laufbahn bei der der Verwaltung zu Ende gegangen. In der Öffentlichkeit bekannt wurde der Ostbeveraner vor allem durch seine letzte Station: Er war seit 1998 Leiter des Straßenverkehrsamtes. „Diese schwere  Aufgabe, die sicherlich nicht nur Freude gemacht hat, haben Sie mit großem Einsatz und mit einem guten Händchen wahrgenommen. Dafür spreche ich Ihnen meinen besonderen Dank aus“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. In einer Feierstunde im Kreishaus mit allen Dezernenten und Amtsleitern überreichte der Landrat Herbert Gottwald die Entlassungsurkunde und ein kleines Abschiedsgeschenk.


Einrichtungen oder Ablehnungen von Tempo-30 oder anderen Zonen, Geschwindigkeitskontrollen, Radfahrer in Kreisverkehren, Querungshilfen, Genehmigung von Schwertransporten, sowie vor allem die Kfz-Zulassungs- und die Führerscheinstelle – für diese wichtigen und oft kniffligen Aufgabenbereiche habe Herbert Gottwald als Amtsleiter vorbildlichen Einsatz gezeigt, so Dr. Gericke. „Auf Sie konnten wir uns immer verlassen. Für den neuen Lebensabschnitt, der jetzt beginnt, wünsche ich Ihnen alles Gute“, so der Landrat.  


Den Ur-Ostbeveraner hat es von der Kindheit bis zur Pensionierung „nie aus seinem Dorf weggezogen“, wie er selbst sagt. Und es gibt keinen Anhaltspunkt zu glauben, dass sich daran jetzt im Ruhestand etwas ändern wird. Eine bemerkenswerte Verwaltungskarriere habe Herbert Gottwald absolviert – vom mittleren bis in den höheren Dienst, vom Kreisassistentanwärter bis zum Kreisoberverwaltungsrat, so der Landrat. So ein Aufstieg innerhalb der öffentlichen Verwaltung sei heute leider nicht mehr möglich.


Nach der Volksschulzeit in Ostbevern und der Handelsschule in Münster begann Herbert Gottwald 1969 im zarten Alter von 16 Jahren beim Landkreis Münster – das damalige Kreishaus ist heute das Stadthaus II am Ludgeriplatz. Mit der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1975 war der Landkreis Münster Geschichte. Zu diesem Datum wechselte der junge Kreissekretär Gottwald zum neu zusammengesetzten Kreis Warendorf. Dort nutzte er die Chance zum Aufstiegslehrgang in den gehobenen Dienst. „Auch sonst haben Sie den Wechsel sicher nicht bereut“, sagte Landrat Dr. Gericke mit einem Schmunzeln. Denn bei der Kreisverwaltung, die  damals noch über 17 Gebäude im Kreisgebiet verteilt arbeitete, lernte der Ostbeveraner auch seine spätere Frau Elisabeth kennen.  Die beiden erwachsenen Töchter sind mittlerweile aus dem Haus.


Das Sozialamt und das Straßenverkehrsamt waren Gottwalds erste Stationen beim Kreis Warendorf. 1982 übernahm er als Leiter der Führerscheinstelle seine erste Führungsaufgabe. Nach kurzen Zwischenstopps im Jugendamt und als stellvertretender Personalratsvorsitzender zog es ihn 1989 wieder zurück in die Ordnungsverwaltung (Gottwald: „Ich hatte gemerkt, wie sehr mir das liegt“). Unter anderem wurde er Abteilungsleiter für Rettungswesen, Zivilverteidigung und Katastrophenschutz. Nach dem Mauerfall half er Anfang der 90er-Jahre beim Aufbau der Verwaltung im Partnerkreis Waren (Müritz). Von 1994 bis 1998 war er stellvertretender Amtsleiter im Ordnungsamt.


Der begeisterte Fußballer engagierte sich auch nach seiner aktiven Zeit beim BSV Ostbevern – unter anderem als Fußballobmann. Mittlerweile haben sich die Interessen in der Freizeit etwas verlagert: Reisen, Kultur und Musik (machen) muss er nicht als neue Hobbys erfinden. „Natürlich ist dafür künftig mehr Zeit – zumal meine Frau ebenfalls in Kürze in den Ruhestand geht“, freute er sich. Spätestens dann wird sich der Tagesablauf im Hause Gottwald zeitlich etwas nach hinten verschieben. Auch wenn Herbert Gotttwald dem Straßenverkehrsamt auch im Ruhestand noch einige Stunden in der Woche weiterhin zur Verfügung stehen wird.

 

 


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