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Grünes Licht für WLE-Wiedereröffnung: Gutachten sieht volkswirtschaftlichen Nutzen

Oberbürgermeister Markus Lewe (Münster) und Landrat Dr. Olaf Gericke (r.) freuen sich über das positive Gutachten für die WLE-Reaktivierung.

Die Verbandsversammlung des NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe) hat am Donnerstag (6. Dezember) grünes Licht für die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst gegeben. Die Ergebnisse der sogenannten „Standardisierten Bewertung“, mit der die Wirtschaftlichkeit der Wiedereröffnung der Strecke für den Personenverkehr untersucht wurde, waren zuvor in der NWL-Verbandsversammlung vorgestellt worden: Der Gutachter ist zu einem positiven volkswirtschaftlichen Ergebnis gekommen. Im nächsten Schritt wird das Projekt nun über den Regionalrat bei der Bezirksregierung beim Land NRW für die Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan angemeldet.

 

„Das ist eine gute Nachricht für die Stadt Münster und für den Kreis Warendorf. Die WLE-Reaktivierung nimmt weiter Fahrt auf. Der Ball liegt jetzt beim Land“, reagierten Oberbürgermeister Markus Lewe (Münster) und Landrat Dr. Olaf Gericke auf die Entwicklung. „Das Land NRW wird aufgefordert, das Projekt nach Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan über den Verkehrsausschuss des Landtages auch für die Aufnahme in den Infrastrukturfinanzierungsplan vorzuschlagen.“ Dies sei neben der Förderung der Investitionen auch die Grundlage für die Finanzierung der künftigen Betriebskosten.

 

„Neben den vorliegenden vertiefenden Planungen ist der nun erstellte positive Nachweis zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen der wesentliche Baustein für das weitere Vorgehen“, erklärte Joachim Künzel, Geschäftsführer des NWL.

 

Die WLE-Strecke erschließt den südlichen Stadtbereich von Münster mit dem Bereich Halle Münsterland (Stadthafen), dem Gewerbegebiet Loddenheide und den Stadtteilen Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck und bindet die Stadt Sendenhorst einschließlich des Ortsteils Albersloh an das wachsende Oberzentrum und den Bahnknoten Münster an. Im Stadtbereich Münster verkehrt die WLE bis Wolbeck im 20-Minuten-Takt und ist eingebunden in den Stadtverkehr; nach Sendenhorst gibt es zwei stündliche Verbindungen mit direkten Bus-Anschlüssen nach Beckum und Ennigerloh, so dass im Kreis Warendorf mehrere Städte besser angebunden werden. „Die Reaktivierung der WLE-Strecke bietet die Chance, der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Wirtschaft und der Wohnquartiere mit einem guten Verkehrsangebot wichtige Impulse zu geben,“ so André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH.

 

Die Planung umfasst die Erneuerung der Gleise, Weichen und Signalanlagen. Alle Stationen werden barrierefrei eingerichtet. Es greifen Bahnübergangskonzepte mit technischen Sicherungen, Aufhebungen und der Schaffung von Ersatzwegen. Die Planungen berücksichtigen die geltenden Vorgaben zum Schall- und Immissionsschutz. Der NWL setzt sich zum Ziel, hier – wie auch auf anderen heutigen Dieselstrecken – nachhaltige Antriebstechnologien einzusetzen.

 


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