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Fahrradreparatur vor Ort statt Verwarngeld / Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf und der Kreispolizei

Die Aktion „Mobile Werkstatt“ sorgte – wie hier in Warendorf – für Überraschung bei den Radfahrern. Im Bild v.l.: Carola Krewerth und Richard Rauer, Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Warendorf, der Schüler Lukas Christen mit seinem verkehrssicheren Fahrrad, Philipp Fielers (Bike-Milte) Landrat Dr. Olaf Gericke, und Karsten Marczinzik (Inhaber Bike-Milte).
Voller Einsatz für die Verkehrssicherheit: Bei der Aktion „Mobile Werkstatt“ in Ahlen zeigt (li.) Richard Rauer, Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Warendorf, einem Schüler die richtige Position des Fahrradhelmes während Philipp Fielers, Bike-Milte, Reflektoren am Hinterrad anbringt.

Überraschte, dankbare und ungläubige Gesichter waren an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Kreis Warendorf zu beobachten. Dafür sorgte die gemeinsame Aktion „Mobile Werkstatt“ des Kreises Warendorf und der Kreispolizei mit dem Fahrradhändler Bike-Milte, die in den frühen Morgenstunden im Berufs- und Schulverkehr stattfand. Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Warendorf kontrollierten die Fahrräder in Beckum, Ahlen und Warendorf auf Verkehrssicherheitsmängel. Die Besonderheit: Auf das Verwarngeld wurde verzichtet – stattdessen gab es sogar das Angebot, das Fahrrad direkt vor Ort kostenlos reparieren zu lassen.

 

Eine kurze Anspannung war den meisten von der Polizei angehaltenen Radfahrern anzumerken. Als dann aber der Hinweis auf das Verwarngeld ausblieb und sogar das Angebot gemacht wurde, das Fahrrad kostenfrei reparieren zu lassen, folgte zugleich Verwunderung. Nach einer kurzen Belehrung und der Reparatur war dann von so manchem auch ein Dankeschön zu hören.

 

Insgesamt sind an den drei Tagen in Beckum, Ahlen und Warendorf rund 400 Fahrräder kontrolliert worden. Darunter waren über 150 Fahrräder mit verkehrssicherheitstechnischen Mängeln. Die Aktion ist im Rahmen der Mitgliedschaft des Kreises in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW, kurz: AGFS, durchgeführt worden. Der Fahrradhändler Karsten Marczinzik von Bike-Milte und sein Mitarbeiter Philipp Fielers mussten teilweise im Akkordtempo arbeiten, um alle Mängel fachgerecht zu beheben. Neben fehlenden Reflektoren oder nicht funktionierenden Lichtern waren auch schwerwiegende Mängel festzustellen. Dazu gehörte beispielsweise eine nicht befestigte Achse oder fehlende Bremsen. Zwei Fahrräder mussten ganz aus dem Verkehr gezogen werden, da sie aufgrund zahlreicher Fehlerquellen vor Ort nicht zu reparieren waren.

 

„Radfahrerinnen und Radfahrer die mit einem nicht verkehrssicheren Fahrrad unterwegs sind, gefährden andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst und schaden zusätzlich dem Image des Radverkehrs“, so Landrat Dr. Olaf Gericke, der sich vor Ort selbst ein Bild machte. „Mit dieser Aktion möchten wir gezielt die Bedeutung von verkehrssicheren Fahrrädern auf den Straßen in den Fokus rücken und  insbesondere an Eltern appellieren, ihre Kinder nur mit sicheren Fahrrädern auf die Straße zu lassen.“

 

 


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