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Erste lokale Arbeitsmarktkonferenz stieß auf positives Echo bei Drensteinfurter Firmen

Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Carsten Grawunder und der Leiter des Jobcenters Kreis Warendorf, Dr. Ansgar Seidel (1.v.l.), begrüßten Vertreterinnen und Vertreter von 30 Unternehmen aus Drensteinfurt zur Arbeitsmarktkonferenz.

Ausgesprochen positiv war das Echo auf die erste Arbeitsmarktkonferenz in Drensteinfurt. Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Carsten Grawunder begrüßten dazu Vertreterinnen und Vertreter von 30 Unternehmen im großen Saal der Alten Post. Sie waren der Einladung des Jobcenters Kreis Warendorf und der Stadt Drensteinfurt gefolgt. „Wie gewinne ich neue Fachkräfte? „Wer hilft, wenn es mit dem neuen Auszubildenden nicht richtig klappt? „Welche Fördermöglichkeiten gibt es, wenn ich einen Langzeitarbeitslosen oder Flüchtling einstelle?“ sowie um andere Fragen ging es in der Konferenz. Daran nahmen auch die Sozialdezernentin des Kreises Warendorf, Brigitte Klausmeier, der Amtsleiter des Jobcenters, Dr. Ansgar Seidel, der Arbeitgeberservice des Jobcenters sowie die städtische Wirtschaftsförderin Ute Homann teil.

 

Bürgermeister Carsten Grawunder stellte heraus, dass es immer schwieriger werde, Auszubildende zu bekommen. „Auch wir als Behörde merken dieses spürbar“, so Grawunder. So sei es angezeigt, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu geben, führte er aus.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke hob die Bedeutung des Jobcenters hervor. „Nicht allen Unternehmen ist bekannt, welche Rolle der Kreis in der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung spielt“, so der Landrat. „Die Agentur für Arbeit kennt jeder, aber dass das Jobcenter als Amt der Kreisverwaltung seit über sechs Jahren die Langzeitarbeitslosen betreut, für etwa 17.500 Menschen im Kreis Warendorf den Lebensunterhalt sicherstellt, ist längst nicht allen bekannt“, erläuterte der Landrat den Unternehmensvertretern.

 

Hieran knüpfte Dr. Ansgar Seidel bei seiner Vorstellung des Arbeitgeberservices an. Er stellte heraus, dass man die Arbeitgeber im Jobcenter nicht durch den „Behördendschungel“ schicke. In jedem Regionalteam gebe es einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen der Arbeitgeber. Dieser helfe mit Rat und Tat – und Tat bedeute häufig genug auch Geld. Silke Smotzok, Teamleiterin im Jobcenter, führte durch die Konferenz und entkräftete das Bild, das einige von Arbeitslosengeld II- Leistungsberechtigten – im Volksmund „Hartz IV-Empfängern“ - haben. „Wir betreuen im Jobcenter auch gut gebildete Jugendliche, Akademiker, ehemalige Selbstständige oder Alleinerziehende nach Trennung von ihren Partnern, sofern sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.“

 

An fünf Tischen, die nach Branchen aufgeteilt waren, folgten Gesprächsrunden mit den Vertretern des Jobcenters. Dabei betonten einzelne Unternehmen, wie schwer sie es haben, gute Auszubildende und Facharbeiter zu finden. Unterschiedliche Erfahrungen haben die Firmen mit der Einstellung von Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen gemacht. Insbesondere die Absolvierung einer Ausbildung sei für Flüchtlinge eine hohe Hürde.

 

Das Jobcenter stellte anschließend seine Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und Ausbildungssuchende vor. Diese reichen von Langzeitpraktika über Qualifizierungsmöglichkeiten bis hin zu Eingliederungszuschüssen für die Unternehmen. Auch eine Nachbetreuung und intensive Unterstützung durch das Jobcenter während der Beschäftigung oder der Ausbildung konnte den Unternehmensvertretern zugesichert werden.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Sie sei ein guter Beitrag dazu, dass die Firmen die Chance zur Personalrekrutierung mit Hilfe des Jobcenters verstärkt nutzen.

Und es gab bereits erste Ergebnisse bei der Konferenz. So konnte der Arbeitgeberservice des Jobcenters bereits die ein oder andere Ausbildungs- und Arbeitsstelle einwerben. Darüber hinaus bekundeten einige Unternehmensvertreter ihr Interesse, stärker mit dem Jobcenter zusammenarbeiten zu wollen. Das Jobcenter versprach den Firmenvertretern, sich um sämtliche Anliegen zeitnah zu kümmern. Beim abschließenden Imbiss wurden die Diskussionen und Fachgespräche in lockerer Runde fortgeführt.


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