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Eichenprozessionsspinner - die Raupen mit den reizenden Härchen

Hinweise zum Schutz vor den Folgen des Eichenprozessionsspinners gibt das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf. Eichenprozessionsspinner sind in diesem Jahr auch im Kreis Warendorf ungewöhnlich stark verbreitet. Durch den milden Winter konnten besonders viele Larven überleben. Die haarigen Raupen treten hauptsächlich an frei stehenden Eichen, aber zunehmend auch an anderen Bäumen und in lichten Wäldern auf. Ihr Name ist auf ihre Gewohnheit zurückzuführen, sich abends in großen Gruppen für die Futtersuche zu typischen Prozessionen Richtung Baumkrone zusammenzuschließen.

 

Die flauschigen Raupen können aber nicht nur erhebliche forstwirtschaftliche Schäden anrichten und ganze Eichenbestände kahl fressen. Sehr unangenehm und unter Umständen gefährlich für Mensch und Tier sind die fast unsichtbaren, mit Widerhaken versehenen Brennhaare der Eichenprozessionsraupe. Sie dringen leicht in Haut, Kleidung und Schuhe ein und können dort dank der Widerhaken lange haften. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das bei Berührung mit der Haut und Schleimhaut zur Bildung von Quaddeln, Knötchen oder Hautentzündungen (Raupendermatitis) führen kann. Die häufig stark juckenden Hautreaktionen halten unbehandelt für ein bis zwei Wochen an. Durch das Einatmen der feinen Haare kann es zu Reizungen der Atemwege mit Husten und Atemnot kommen. In die Augen gelangte Härchen können Bindehaut- und Hornhautentzündungen verursachen. In seltenen Fällen lösen sie einen anaphylaktischen Schock aus. Jede vollentwickelte Raupe besitzt bis zu 700.000 solcher Brennhaare, die leicht abfallen. Durch einen einzigen Windstoß können sie über hundert Meter weit verbreitet werden.

 

Das Nesselgift in den Härchen bleibt mehrere Jahre aktiv. Wenn ab etwa Juli die Raupen zu Faltern werden, sind deswegen auch die verlassenen Nester, die wie Zuckerwatte aussehen und an den Baumstämmen hängen, gefährlich, da sich dort viele Brennhaare befinden.

 

Tipps des Gesundheitsamtes zum Schutz vor Eichenprozessionsspinnern:

 

  • Warnschilder beachten und befallene Gebiete vermeiden!
  • Schutzkleidung tragen: Arme, Beine, Nacken bedecken.
  • Als Schutz für die Augen beim Fahrradfahren Brille, Sonnen- oder Radfahrbrille tragen.
  • Raupen und ihre Nester nicht berühren!
  • Bei Kontakt mit den Brennhaaren: Kleidung sofort wechseln und bei mindestens 60° waschen; duschen und Haare waschen, gereizte Augen mit Wasser ausspülen (nicht reiben!)
  • Bei starken Hautreaktionen den Hausarzt aufsuchen; bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren; bei Augenrötung mit Fremdkörpergefühl, starken Schmerzen, Jucken und Tränen dringend zum Augenarzt gehen!

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