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„Besser geht es nicht“ – Umbau im Ahlener Richterbachpark beginnt

Erläuterten die Baumaßnahmen im Ahlener Richterbachpark: Andreas Mentz (Stadt Ahlen, 5.v.l.), Norbert Kirchhoff (Kreis Warendorf 3.v.r.), Hans Schäfer (Wasser- und Bodenverband, 4.v.r.) und weitere Beteiligte.
Mehr Fließcharakter bekommt der „stehende“ Parkteich.

Zwischen Gemmericher Straße und Hövenerort renaturiert der Wasser- und Bodenverband in Zusammenarbeit mit der Stadt Ahlen und dem Kreis Warendorf auf 640 Metern Länge den Richterbach. Stadtbaurat Andreas Mentz ist sich sicher, dass der unvermeidbare Schmutz auf den Straßen und die mitunter gesperrten Wege in dem beliebten Park im Ahlener Süden auf das Verständnis der Anwohnerinnen und Anwohner stoßen werden.


„Hand in Hand“, so Andreas Mentz, werden die Umweltbetriebe neue Wegeverbindungen, einen befestigten Bolzplatz und einen komplett neuen Spielplatz anlegen. Berücksichtigt werden dabei die Ideen und Wünsche, die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Ahlener Süden über das Stadtteilbüro gegeben haben. Dazu zählt auch die Bezeichnung des Parks. „Richterbachpark“, so wünschen es sich die Anwohner, soll auch offiziell die Grünfläche heißen. Im Volksmund war sie schon immer unter diesem Namen bekannt, jetzt soll er auch amtlich werden.

 

Naturnah soll sich der Richterbach künftig durch den gleichnamigen Park schlängeln. Vor allem im Bereich des Teichs werden sich Anwohner und Spaziergänger auf ein verändertes Bild einstellen dürfen. Andreas Mentz spricht von „einem Stück Stadtreparatur“, das mit dem Rückbau der Einbetonierung passiere. Die Stadt befinde sich mit ihren Partnern auf „einem guten Weg, das richtige Maß zu finden.“ Der Druck auf die Gewässer werde mit zunehmenden Starkniederschlägen größer, was Hans Schäfer vom Wasser- und Bodenverband bestätigt. „Man wird wieder mehr Richterbach im Teich erkennen können“, so seine Ankündigung.

 

An dessen Rändern wird Boden eingebaut, insgesamt das Becken verschlankt und mit einer Uferbepflanzung versehen. Deutlich mehr „Fließcharakter“ werde der Bach erhalten. Zurückgebaut werden damit die städtebaulichen Sünden der 50er-Jahre. Die Begradigung und damit einhergehende Beschleunigung der Gewässer habe zudem zu einem dramatischen Artenrückgang geführt, wie Norbert Kirchhoff von der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Warendorf ergänzt. „Die Naturvielfalt ist einfach nicht mehr da.“ Die Umsetzung der Renaturierung folge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die zu erwartenden Effekte machen Kirchhoff zuversichtlich: „Besser geht es nicht, eigentlich optimal.“  

 

Sofern das bislang milde Herbstwetter weiter mitspielt, rechnen Stadt, Kreis und Bodenverband mit einer Bauzeit bis voraussichtlich Weihnachten. In einem weiteren Bauabschnitt, der westlich der Gemmericher Straße verläuft, will die Stadt ebenfalls bis zum Jahresende durch Aufweitung des Gewässers einen besseren Zustand erreichen.

 

Renaturierung und städtebaulicher Umbau kosten rund 400.000 Euro, von denen 80 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert werden.  Anfang 2018 soll der Richterbackpark dann in Gänze soweit hergerichtet sein, dass sich Mensch und Natur wieder in ihm wohlfühlen können.

 

 


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