Die ältesten christlichen
Wallfahrten in Westfalen führen zum Grab der hl. Ida von Herzfeld. Frieden,
Völkerverständigung und Barmherzigkeit waren die Ideale, denen die fränkische
Grafentochter Zeit ihres Lebens nacheiferte - und das tatkräftig und praktisch.
Verheiratet mit einem Sachsen wurde sie zur engagierten und erfolgreichen
Friedensstifterin zwischen diesen beiden Völkern. Die Vereinigung der Wappen
von Sachsen und Franken gilt heute als das erste Zeichen Europäischer Einheit
und hat Ida von Herzfeld zur Heiligen Europas gemacht. Aber auch als
"Mutter der Armen" wird sie verehrt, denn auch Mitleid war für Ida
nicht nur eine Frage des Herzens, sondern mit Taten verbunden: Zweimal täglich
füllte sie einen Steinsarg mit Lebensmitteln und Kleidung zur Verteilung an die
Notleidenden. Auf dem Grund der etwa um das Jahr 800 von ihr erbauten
ursprünglichen Kirche erhebt sich heute der 1903 errichtete neugotische
"weiße Dom an der Lippe", in dem in einer sehenswerten Grabkrypta die
Gebeine der hl. Ida von Herzfeld ruhen.
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www.st-ida-herzfeld.de
