Oft wissen die heutigen Eigentümer kaum noch etwas
über die Motive, die zur Errichtung von Kreuzen und Kapellen führten. Die
Geschichte des Feldkreuzes der Familie Bücker in Wadersloh jedoch ist
genauestens bekannt. Siegesbewusst und mit Begeisterung war der junge Anton
Bücker-Mackenberg in den 1. Weltkrieg gezogen - nur um gleich zu Beginn bei
Ypern in Belgien zu fallen. Zur Erinnerung an den toten Sohn ließen seine
Eltern 1926 ein großes Steinkreuz an der Einfahrt zu ihrem Hof aufrichten. Sein
Neffe Heinrich ist mit diesem Kreuz und dem Gedenken an seinen Onkel
aufgewachsen. Das Wind und Wetter ausgesetzte und immer wieder
reparaturbedürftige Kreuz ständig vor Augen, ging der heutige Pfarrer Heinrich
Bücker seinem kindlichen Berufswunsch nach und hat den stark mitgenommenen
Korpus eigenhändig und liebevoll restauriert.
