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Notfallsanitätergesetz: Kreis Warendorf handelt vorausschauend - Schon jetzt die Hälfte der geforderten Notfallsanitäter im Einsatz

Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Warendorf gratulieren Notfallsanitätern an der Feuerwehr-Rettungswache in Telgte, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben: (v.l.) Lea Frankrone, Rettungsassistentin, Dieter Gausepohl, Rettungsassistent, Klaus Ahlborn, Notarzt, Dr. Stefan Funke, Personal- und Finanzdezernent, Frank Haske, Notfallsanitäter, Petra Schreier, Ordnungsdezernentin, Bernd Peveling, Notfallsanitäter, Dr. Linus Tepe, Leiter des Personalamtes, und Nico Sand, Notfallsanitäter.

In Nordrhein-Westfalen ist eine Besetzung der Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge mit Notfallsanitätern erst ab 2027 gesetzlich vorgeschrieben. Eine schnelle Umsetzung dieser Vorschrift liegt allerdings im Interesse der zu versorgenden Patienten, die im Notfall davon profitieren können. Der Kreis Warendorf hat hier zügig gehandelt und bereits kurz nach dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes mit der Umsetzung begonnen. Insgesamt sind schon jetzt im Rettungsdienst des Kreises 31 Notfallsanitäter beschäftigt. Ziel ist es, den Notfallpatienten eine lebensrettende und auch medikamentöse Therapie vor dem Eintreffen des Notarztes zu ermöglichen. Insbesondere im ländlichen Raum treffen die Rettungswagen regelmäßig vor dem Notarzt beim Patienten ein. Der Notarzt soll allerdings nicht durch Notfallsanitäter ersetzt werden.

 

„Wir sind in der Tat einen weiten Schritt voraus. Um den entstehenden Bedarf frühzeitig abdecken zu können, haben die ersten Mitarbeiter bereits Anfang 2015 ihre Ergänzungsprüfungen abgelegt. Insgesamt 29 beim Kreis schon zuvor beschäftigte Rettungsassistenten wurden erfolgreich zu Notfallsanitätern ausgebildet, 2 weitere Mitarbeiter haben die Qualifikation anderweitig erworben“, begrüßt der Personal- und Finanzdezernent des Kreises, Dr. Stefan Funke, die zügige Handlungsbereitschaft.

„Noch in diesem Jahr werden 14 weitere Rettungsassistenten des Kreises an einer Ergänzungsprüfung teilnehmen und hoffentlich anschließend die Berufsbezeichnung Notfallsanitäter tragen“, so Petra Schreier, Ordnungsdezernentin des Kreises. „Wir machen die Erfahrung, dass mit diesem neuen Berufsfeld bereits jetzt eine erhebliche Qualitätssteigerung in der tagtäglichen Arbeit zu beobachten ist“, gibt Schreier einen positiven Ausblick.

 

Mit Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes 2014 wurde der neue Ausbildungsberuf geschaffen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Bisherige Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten können im Rahmen einer Ergänzungsprüfung und gegebenenfalls weiteren Ausbildung bis Ende 2020 die Berufsbezeichnung Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter erwerben.

 

Mit der am 24. März durch den Kreistag beschlossenen Ergänzung des Rettungsdienstbedarfsplanes ist festgelegt worden, dass zukünftig 62 Notfallsanitäter an den kreiseigenen Rettungswachen (Drensteinfurt, Ennigerloh, Sendenhorst, Ostbevern, Telgte und Wadersloh) eingesetzt werden. Mit den nun 31 fortgebildeten Mitarbeitern konnte somit die Hälfte der insgesamt erforderlichen Notfallsanitäter schon frühzeitig gewonnen werden.


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