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„Klare Sprache und klare Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik" - Integrationskonferenz für das Münsterland zeigt Chancen und Probleme auf

Nahmen an der Integrationskonferenz für das Münsterland teil: Hendrik Eggert (Dehoga Vorsitzender Kreis-verband Münster), Johannes Röring (MdB), Reinhold Sendker (MdB), Joachim Fahnemann (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster), Johann Meiners (Vorsitzender der Geschäftsfüh-rung der Agentur für Arbeit Coesfeld), Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt), Dr. Olaf Gericke (Landrat Kreis Warendorf), Dr. Thomas Ostendorf (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster), Hans Hund (Präsident der Handwerkskammer Münster), Claudia, von Diepenbroick-Grüter (Handwerkskammer Münster), Dorothee Feller (Regierungsvizepräsidentin), Astrid Birkhahn (MdL), Renate Dölling (Dehoga), Hans-Gerhard Gajewski (Agentur für Arbeit Rheine), Sybille Benning (MdB), Dr. Benedikt Hüffer (Industrie- und Handelskammer Nord Westf.), Detlef Bröker (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Münster), Carsten Taudt (IHK Nord Westfalen, Münster), Werner Jostmeier (MdL), Engelbert Rauen

„Wir müssen die Dinge vernünftig regeln und anpacken. Es geht um klare Entscheidungen und konsequentes Handeln.“ Der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling fand deutliche Worte während der Integrationskonferenz, zu der der CDU-Bezirksverband Münsterland Politiker und Entscheidungsträger aus der Region eingeladen hatte. „Die Situation ist angespannt, aber viele Dinge laufen bereits gut. Ich bin froh, dass wir im Münsterland eine Anpack-Mentalität haben. Es geht jetzt aber auch darum, über Kreisgrenzen hinweg, Kooperationen zu stärken“, so Schiewerling, der als Sprecher der CDU-Münsterlandabgeordneten die Konferenz moderierte.

 

Auf Bundesebene sei in den letzten Monaten mit Blick auf die Integrationsarbeit aber auch mit Blick auf die Entwicklungen der Flüchtlingszahlen einiges passiert. Das mache sich auch bei den Zahlen bemerkbar. Im vergangenen Jahr kamen etwa 280.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Die Zahl geht monatlich weiter zurück.

 

Seit April letzten Jahres gibt es in Münster eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Bereits im vergangenen Jahr konnten die fast 200 Mitarbeiter alle Altanträge von Asylbewerbern abarbeiten. „Die Verfahren laufen nun deutlich schneller“, sagte Detlef Bröker, der Leiter der Behörde in Münster. „Wir müssen die Menschen aber nun zügig in passgenaue Sprach- und Integrationskurse bringen.“ Vor allem die Kooperation mit der Agentur für Arbeit sei hier ungemein wichtig. Seit einigen Wochen ist die Arbeitsagentur daher ebenfalls mit einer Außenstelle im Ankunftszentrum vertreten.

 

„Qualifizierung ist zentral, wenn wir die Menschen schnell aber auch langfristig in Arbeit bringen wollen“, sagte Joachim Fahnemann, der Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Es geht um Sprache, Fachwissen aber auch um kulturelle Spielregeln, die wir den Menschen vermitteln müssen.“ Der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, warnte allerdings davor, die Erwartungen zu hoch zu setzen. „Dieser Kulturbruch braucht nicht nur Zeit, sondern eine klare Sprache und klare Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik.“ Hierzu gehöre es auch, Menschen ohne Bleibeperspektive konsequent abzuschieben und diejenigen mit guter Bleibeperspektive in das gesellschaftliche Leben zu holen. „Wir müssen hierzu bestehende Einrichtungen beispielsweise von den Handwerkskammern oder die Berufskollegs noch stärker nutzen“, sagte Schiewerling. Sie seien wichtige Partner in Fragen der beruflichen Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration. „Jetzt sind gute Kooperationen gefragt.“ In diesem Zusammenhang lobte Schiewerling auch die „großartige Arbeit“ der vielen Ehrenamtlichen. „Sie arbeiten an wichtigen Schnittstellen. Ihr Engagement ist in diesen Zeiten ungemein wichtig und wertvoll.“


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