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Über 40 Selbsthilfegruppen beim Gesamttreffen im Kreishaus / Patientenbeauftragter des Landes NRW stellte seine Aufgaben vor

Begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Selbsthilfegruppentreffens im Kreishaus, v.l.: Gesundheitsamtsleiterin Dr. Elke Rehfeldt (Kreis Warendorf), Niko Lancier (Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf), Dirk Meyer (Patientenbeauftragter des Landes NRW), Gesundheitsplanerin Petra Lummer (Kreis Warendorf), Lena Bringenberg (Kreisgruppengeschäftsführerin Paritätischer NRW) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf). – (Foto: Kreis Warendorf).

Zum dritten Mal fand am Mittwochabend (21. September) ein Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen im Warendorfer Kreishaus statt. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Patientenorientierung und Patientensicherheit. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Elke Rehfeldt, begrüßte dazu über 40 Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf.


Zum Auftakt stellten Christiane Vollmer und Niko Lancier von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf die überaus vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Selbsthilfe vor. Zurzeit gibt es im Kreis Warendorf circa 110 verschiedene Selbsthilfegruppen. In diesem Jahr konnten bereits weitere Gruppen zu den Themen Zöliakie, Endometriose, Adipositas und Depressionen gegründet werden. Darüber hinaus hat sich eine Gruppe gegründet, in der sich Menschen mit und ohne Behinderungen austauschen können („Ziemlich beste Freunde“). Aktuell befinden sich Selbsthilfegruppen zu den Themen Alleinstehende mittleren Alters, Überlebende sexuellen Missbrauchs und zum Thema Tinnitus im Aufbau.


Die Organisatorinnen von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis und Petra Lummer, Gesundheitsplanerin beim Kreis Warendorf, konnten den Beauftragten des Landes NRW für Patientinnen und Patienten, Dirk Meyer, für die Veranstaltung gewinnen. Sein Vortrag stand im Mittelpunkt des Abends. Der Patientenbeauftragte erläuterte seine Funktion und Aufgaben als unabhängiger Ansprechpartner für die Anliegen und Sorgen von Patienten und Angehörigen. In vielen Krankenhäusern nähmen ehrenamtliche Patientenfürsprecherinnen oder -fürsprecher ähnliche Aufgaben wahr. „Sie nehmen Anregungen und Beschwerden von Patientinnen und Patienten in der stationären Krankenversorgung entgegen“, so Meyer In jedem Krankenhaus gäbe es eine gesetzlich vorgeschriebene unabhängige Patientenbeschwerdestelle.


Zu seinen wesentlichen Aufgaben als Patientenbeauftragter gehöre es, als „Lotse“ geeignete Beratungs- und Unterstützungsangebote an ratsuchende Patienten und Angehörige zu vermitteln. Darüber hinaus kann er aufgrund der eingehenden Beschwerden aufzeigen, wo Defizite in dem gegenwärtigen System der Gesundheitsversorgung liegen, berichtete Dirk Meyer. Gleichzeitig will er der Politik Anregungen geben, den Menschen in den Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems zu rücken.


Rund 1350 Menschen haben sich 2015 mit ihren Sorgen und Anregungen an den Patientenbeauftragten gewandt, so Dirk Meyer. Zu den häufigsten Anfragen und Beschwerden zählten unter anderem fehlende Wertschätzung, Patientenrechte, vermutete Behandlungsfehler und Fragen zur Kostenübernahme.


Kontakt: Büro des Patientenbeauftragten (PaB)

E-Mail: info@patientenbeauftragter.nrw.de

Patienten- & Angehörigentelefon: 0234 91 535 1940 (Ortstarif, Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr)

Weitere Informationen unter www.pab.nrw.de

Einen Überblick über die Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf gibt es auf der Seite www.selbsthilfe-warendorf.de


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