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Erfahrungsberichte Vermessung und Geomatik

Hier findest Du Erfahrungsberichte von unseren Auszubildenden.

Erfahrungsbericht Vermessung im Außendienst

Seit Sommer 2014 mache ich beim Kreis Warendorf eine Ausbildung zum Vermessungstechniker. Neben anderen abwechslungsreichen Tätigkeiten sammle ich im Sachgebiet Vermessung auch Erfahrungen im Außendienst.

Bevor ich mit dem Messtrupp losfahre, bereite ich am Tag zuvor im Innendienst je nach anstehender Messung, wie Gebäudeeinmessung, Grenz- oder Teilungsvermessung, die notwendigen Unterlagen vor. Dies sind vor allem Eigentumsnachweise, Risse früherer Messungen und Koordinatenübersichten von Gebäude-, Grenz- oder Aufnahmepunkten.

Im Außendienst werden die Gegebenheiten durch verschiedene Messverfahren mit Hilfe von Tachymeter und GPS-Gerät aufgemessen. Im Beisein des Messtruppführers darf auch ich Teile der Messung durchführen und selbständig messen. Ansonsten unterstütze ich einen Großteil der Zeit den Messgehilfen beim Aufstellen von Stativen oder dem Suchen von Grenzsteinen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Messung muss der Messtruppführer oder nach Absprache ich, der Auszubildende, einen (nicht maßstäblichen) Riss zur Messung anfertigen. In den Riss werden die neuvermessenen Grenzen oder Gebäude eingezeichnet. Zur besseren Orientierung werden zudem Flurstücksnummern und –grenzen, bereits eingemessene Gebäude, Straßennamen, sowie ein Nordpfeil eingetragen. Die erfassten Messwerte werden elektronisch abgespeichert. Diese Daten können aus Strecken, Richtungen und Koordinatenpaaren bestehen und werden auf einem Messdatenprotokoll zusammengefasst.

Diese angefertigten Dokumente werden dann in die Vermessungsantragsmappe gelegt, die anschließend an das Liegenschaftskataster zur ALKIS-Fortführung weitergereicht wird.

Mir gefallen die Tage im Außendienst, da sie ein Kontrastprogramm im Vergleich zum Innendienst darstellen und so die Ausbildung zum Vermessungstechniker abwechslungsreicher gestalten

Erfahrungsbericht Geomatiker/-in

Hallo, ich bin 23 Jahre alt und habe im Sommer 2015 meine Ausbildung zur Geomatikerin beim Kreis Warendorf abgeschlossen. Als Geomatikerin gehört es zu meinen Aufgaben mit Hilfe von Geoinformationssystemen, Karten zu erstellen.

Geoinformationssysteme (GIS) sind Computerprogramme mit denen man sogenannte Geoobjekte anschauen und bearbeiten kann. Bei diesen Geoobjekten handelt es sich um Objekte der Landschaft, die mit Koordinaten auf Karten positioniert werden können.


Du kannst dir beispielsweise einen Baum als Geoobjekt vorstellen. Zu diesem Baum kannst Du jetzt hingehen und mit einem GPS-Gerät seine Koordinaten bestimmen und abspeichern. Er wird dann später in der Karte vereinfacht als Punkt dargestellt. Aber Du siehst noch mehr, wenn Du vor dem Baum stehst: zum Beispiel kannst du aufschreiben, ob er von einem Pilz befallen ist, ob die Rinde beschädigt ist oder wie groß der Umfang des Stammes ist. Alle diese Informationen kann ich für viele Bäume in einem GIS abspeichern. Mit Hilfe der Koordinaten werden die Punkte, die die Bäume darstellen, von dem GIS an der richtigen Stelle angezeigt. Wenn dann zum Beispiel eine Stadt alle Bäume, die von Pilzen befallen sind, behandeln möchte, kann ich eine Karte erstellen, in der nur noch die befallenen Bäume als Punkte und die Straßen, an denen sie stehen, dargestellt werden. So kann der Sachbearbeiter/Mitarbeiter der Stadt gezielt zu den betroffenen Bäumen fahren und diese behandeln.

 

So oder so ähnlich könnte ein typischer Arbeitsauftrag für eine(n) Geomatiker/-in aussehen.

Diese unterschiedlichen Aufgabenstellungen machen diesen Beruf für mich abwechslungsreich und interessant.

Erfahrungsbericht "ALKIS Fortführung"

Während meiner Ausbildung zur Vermessungstechnikerin, die ich im Sommer 2013 begonnen habe, habe ich verschiedene Aufgabenbereiche des Vermessungs- und Katasteramts kennengelernt.

Eine meiner Aufgaben ist die Fortführung des amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS), darunter ist der digitale Datenbestand des Katasters zu verstehen. Dabei übernehme ich die im Außendienst festgestellten Messergebnisse in die Liegenschaftskarte.

Zunächst überprüfe ich die Dokumente der Messung (Riss, Messdatenprotokoll und GPS-Daten) mit Hilfe eines Berechnungsprogramms auf ihre Richtigkeit und führe ggf. weitere Berechnungen durch. Danach lade ich die ermittelten Koordinaten, beispielsweise von Gebäudepunkten, in die digitale Karte ein und erzeuge Geometrien, u. a. neue Gebäudeflächen. Im nächsten Schritt ordne ich den Geometrien Eigenschaften zu, wie zum Beispiel die Art und Funktion des Gebäudes (Wohnhaus, Garage, Krankenhaus,…). Abschließend überschreibe ich den alten Datenbestand mit meinen neu erzeugten Daten.

Das Interessante an dieser Aufgabe ist für mich die Verknüpfung von EDV, Mathematik, Geografie und historischem Bezug.

Erfahrungsbericht "Amtliche Basiskarte"

Im Sommer 2013 habe ich meine Ausbildung zur Vermessungstechnikerin beim Kreis Warendorf begonnen. Seitdem arbeite ich im Vermessungs- und Katasteramt und lerne dort die verschiedenen Einsatzbereiche kennen.

Zurzeit wirke ich bei der Erstellung der „Amtlichen Basiskarte“ (ABK) mit. Diese Karte stellt die örtlichen Gegebenheiten dar. Dazu gehören Böschungen, Bäume, Wälle, etc. (Topographie) sowie Gewässer, Verkehrswege, Wälder, usw. (Tatsächliche Nutzung).

Zu meinen Aufgaben zählt die Erfassung der Topographie und der Tatsächlichen Nutzung. Praktisch bedeutet das für mich, dass ich aktuelle Luftbilder oder Ausbaupläne von Straßen mit unserem Kartenbild am Bildschirm vergleiche. Stelle ich Differenzen fest, passe ich die Karte den Luftbildern bzw. Ausbauplänen an, sodass hinterher Beides wieder miteinander übereinstimmt und die Amtliche Basiskarte wieder aktuell ist.


Dadurch, dass die erforderlichen Informationen in unterschiedlichen Quellen enthalten sind und man diese nacheinander in das Kartenbild einpflegt, ist der Entstehungsprozess der immer detaillierteren Karte besonders anschaulich. Außerdem lernt man die Örtlichkeiten des Kreisgebietes näher kennen.