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Episoden aus dem Gedächtnis des Kreises / 600 Besucher beim Tag der Archive

Freuten sich über das große Besucherinteresse am Tag der Archive im Kreishaus: Landrat Dr. Olaf Gericke, Archivmitarbeiterin Victoria Wegener, der Vorsitzende des Kreisheimatvereins, Dr. Hermann Mesch und Kreisarchivar Dr. Thomas Brakmann (v.l.n.r.).
Die Ausstellung zur Westfälischen Landes-Eisenbahn ist noch bis zum 1. April im Kreishaus zu sehen.
Ihren Namen in Blattgold prägen konnten Kinder mit Hilfe von Klaus Zurwieden, Buchbinder im Kreisarchiv.
Der Kreisgeschichtsverein und zahlreiche örtliche Geschichts- und Heimatvereine waren mit Ständen vertreten – im Bild Prof. Paul Leidinger, Vorsitzender des Kreisgeschichtsvereins.
An mehreren Führungen durch die Magazine des Kreisarchivs konnten die Besucher teilnehmen.
Besondere Exponate des Kreisarchivs wurden bei den Führungen erläutert.
Beliebt bei Kindern war auch die Wappen-Malaktion im Lesesaal des Kreisarchivs.

Von wegen verstaubt und vergessen: Ein Archiv kann durchaus spannende Zeitzeugnisse beherbergen, die auch heute noch mehr als nur einen flüchtigen Blick wert sein können. Die etwa 600 Besucher des Tags der Archive im Warendorfer Kreishaus fühlten sich am Sonntag (6. März) jedenfalls gut unterhalten. Landrat Dr. Olaf Gericke betonte bei der offiziellen Eröffnung die Bedeutung des Kreisarchivs als Gedächtnis des Kreises, das auch für die Über­lieferung der meisten Städte und Gemeinden im Kreisgebiet verantwortlich ist.


Im Foyer des Kreishauses präsentierten sich Geschichtsvereine, Dorfarchive und das Vermessungs- und Katasteramt der Kreisverwaltung. Die Ausstellung zu Schlaglichtern der Geschichte der Westfälischen Landes-Eisenbahn im Kreisgebiet, filmische Erinnerungen an den Kreis in den 1970er Jahren oder an die Stadt Warendorf in der Nachkriegszeit sowie die Vorträge im Medienzentrum - beim Rundgang durch Flur und Leseraum des Kreisarchivs war am Tag der Archive nicht zu übersehen, dass diesmal das Thema „Mobilität“ aufgegriffen worden war.


Im Magazin des Kreisarchivs, dem Aufbewahrungsort historischer Dokumente aus 800 Jahren Kreis- und Stadtgeschichte, erläuterten die Archivmitarbeiter, wie ein Archiv funktioniert. Beim Blick hinter die Kulissen wurden auch Dokumente zum Thema Mobilität gezeigt: Briefe von Auswandern aus dem Kreisgebiet im 19. Jahrhundert sowie über die Planungen zum Bau eines neuen Großflughafens zwischen Drensteinfurt und Sendenhorst vor mehr als 45 Jahren.


Bei den Führungen durch die Restaurierungswerkstatt gab es Einblicke in die Maßnahmen des Kreisarchivs, die dieses zum Erhalt seines Bestandes für die Nachwelt durchführt. Währenddessen konnten Kinder ihren Namen prägen oder Wappen nach eigenen Vorstellungen gestalten.


Der Erlös des gut angenommenen Bücherflohmarktes kommt der Restaurierung historischer Dokumente zu Gute.


Die Ausstellung zur Westfälischen Landes-Eisenbahn ist noch bis zum 1. April 2016 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen.