Springe zum Inhalt Springe zur Suche Springe zur Startseite

59 neue Medienscouts für den Kreis Warendorf

Über das große Interesse an der Medienscouts-Ausbildung freuen sich Marlis Ermer (Leiterin Gymnasium Laurentianum), Martin Decker, Klaus Liedtke, Birgit Ossege, Karina Cajo, Magdalena Knipping, Ulrike Gerhards und Ralf Große Westerloh (Netzwerk Medien im Kreis Warendorf, stehend v.l.n.r.)
Für 59 angehende Medienscouts hat die Ausbildung begonnen.

In eine neue Runde geht das Projekt „Medienscouts“ im Kreis Warendorf. Der Startschuss erfolgte im Warendorfer Gymnasium Laurentianum. Bereits im vierten Jahr führt das Netzwerk Medien im Kreises Warendorf dieses Projekt der Landesanstalt für Medien durch und hat in dieser Zeit kreisweit bereits 186 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter aus 31 Schulen zu Medienscouts ausgebildet.

 

Das Angebot zur Qualifizierung zum Medienscout sorgt dafür, dass den Schulen qualifizierte Ansprechpartner rund um Fragen zu Nutzen und Gefahren der medialen Welt im schulischen Alltag zur Verfügung stehen.

 

Neun weitere Schulen aus dem Kreis Warendorf machen jetzt mit. Für jeweils zwei Lehrkräfte oder Schulsozialarbeiter sowie vier Schülerinnen und Schülern hat die Ausbildung jetzt begonnen. Sie besteht aus insgesamt vier Fachtagen zu verschiedenen Themen rund um die virtuellen Medien.

 

Referent Klaus Liedtke vom Fachdienst Jugendamt der Stadt Oelde erklärte den ins­gesamt 54 Freiwilligen das Schwerpunktthema Selbstregulation. Diese Fähigkeit sei nicht nur in der modernen Medienwelt wichtig, sondern eine Schlüsselkompetenz für lebenslanges Lernen ist. Dies konnten die Teilnehmer in Workshops und Gruppenarbeiten praktisch erfahren, indem sie gruppenweise beispielsweise Bilder von zehn Alltagssituationen wie Partybesuch, Anfertigung von Hausaufgaben, Heraus­gabe von Bank- oder Adressdaten oder eigene Nacktbilder an einem Seil danach po­sitionieren sollten, ob sie die Veröffentlichung dieser Situationen im In­ternet bedenklich oder weniger bedenklich finden. Besonders interessant wurde das Experiment dadurch, dass die Gruppen in Mädchen, Jungen und Erwachsene unterteilt waren. Hier zeigte sich, dass die Gruppen der Jugendlichen sich schnell und effizient selbst organisierten und sich auch weitgehend einig über die jeweilige Positionierung waren, während die Gruppe der Erwachsenen eher schwer tat.

 

Im weiteren Verlauf wurde darüber diskutiert, wie man mit Informationen umgeht, die man über andere erhält – unter der Fragestellung Löschen, Behalten oder Weiter­lei­ten. Zum Abschluss wurden beispielhaft in gemischten Kleingruppen jeweils zehn Regeln für den Umgang mit Medien erarbeitet.


Karina Čajo, Kri­minalhauptkommissarin bei der Präventionsdienststelle der Kreispolizeibehörde Wa­rendorf, lieferte wichtige Informationen zur Gesetzeslage und zum Datenschutz. Zunächst wurden die Teilnehmer mit den Paragraphen des Strafgesetzbuches und des Kunsturhebergesetzes vertraut gemacht, die sich mit dem Anfertigen und Verbreiten von Fotos beschäftigen. Ihr Wissen konnten die angehenden Medienscouts an mehreren all­täglich vorkommenden Situationen testen: Ist es ok, ein Foto von meiner Freundin zu machen, wenn sie schläft? Darf ich Bilder oder Videos von anderen Personen ohne Einverständnis weiter verschicken oder Freunden zeigen? Was darf ich mit einem Bild machen, das ich mit Einverständnis geknipst habe? Es zeigte sich, dass die Ju­gendlichen bereits ein gutes Gespür dafür haben, was erlaubt ist, und was nicht.

 

Später wurden weitere Aspekte des Datenschutzes vorgestellt, Stichworte waren hierbei z.B. Phishing, Passwörter, Virenscanner und Firewalls, öffentliche Hot Spots und Online-Shopping.


So vorbereitet wurden die angehenden neuen Medienscouts am Nachmittag nach ei­nem langen Tag mit vielen Informationen entlassen, um an den drei noch folgenden Fachtagen bis Mai ihre Ausbildung zu vervollständigen.


Untermenüpunkte im aktuellen Bereich