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Schlaglichter aus vier Jahrzehnten: Ausstellung „40 Jahre Kreis Warendorf“ ist jetzt online erlebbar

Die Kommission der Landesregierung (Köstering-Kommission) zur Neuordnung der Gemeinden informierte den Kreistag in einer Sitzung im Warendorfer Bürgerschützenhof über ihr Modell der Gemeindefusionen. Die Kommission erhielt ihren Namen vom leitenden Ministerialrat im NRW-Innenministerium, Heinz Köstering, der maßgeblich die kommunale Neugliederung plante. Am Rednerpult Heinz Köstering, rechts von ihm Landrat Dr. Josef Höchst und Oberkreisdirektor Dr. Karl Schnettler. (I/5; KAW, Gemeinde Everswinkel D Nr. 1097).
Punkt 1 der umfangreichen Tagesordnung der ersten Sitzung des neugewählten Kreistags war die Wahl und die Einführung des Landrats. Unter der Leitung des Altersvorsitzenden Heinrich Hemfort wurde in geheimer Wahl der Abgeordnete Josef Predeick (CDU) mit großer Mehrheit zum neuen Landrat gewählt. (IV/3; Kreis Warendorf, Medienzentrum)

40 Jahre Kreis Warendorf – die neue digitale Präsentation des Kreisarchivs Warendorf erzählt vom Zusammenwachsen der Altkreise Beckum und Warendorf zu einer leistungsfähigen Einheit, vom Strukturwandel und gesellschaftlichen Umbrüchen. Schlaglichtartig werden wichtige Entwicklungen und zentrale Ereignisse aus Politik, Kultur, Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft im Kreisgebiet dargestellt. Die Ausstellung, die im Sommer im Kreishaus zu sehen war, ist jetzt als Online-Version auf www.kreis-warendorf.de abrufbar.


In den späten 1960er Jahren wurde der gesellschaftliche Wandel spürbar. Auch die bestehenden Verwaltungsstrukturen sollten sich ändern. Um den Ansprüchen der Zeit gewachsen zu sein, sollten die Verwaltungen auf kommunaler Ebene vergrößert und modernisiert werden.


Die kommunale Neugliederung 1975 vereinigte die beiden Altkreise Warendorf und Beckum mit Teilen der Kreise Lüdinghausen und Münster zu einer neuen und deutlich größeren Gebietskörperschaft. Der Prozess, bei dem der Kreis Warendorf in seiner heutigen Form geboren wurde, verlief alles andere als konfliktfrei. Besonders in Freckenhorst, Neubeckum und Lippborg protestierten die Bürger gegen die von oben verordnete Neuordnung. Hinzu trat die Sorge, auf vertraute Einrichtungen vor Ort zukünftig verzichten zu müssen. Besonders die Frage um den künftigen Sitz der Kreisverwaltung erregte die Gemüter. Lange stritten sich die Beckumer und Warendorfer um den Sitz der Kreisverwaltung, sogar Ahlen machte sich Hoffnungen: Schließlich entschied der Landtag am 8. Mai 1974 über den künftigen Sitz der Kreisverwaltung: die Stadt Warendorf.


Mit dem Bezug des Kreishauses 1982 in Warendorf ist der Zusammenschluss von 1975 auch für die Bürger greifbar. Mit den Herausforderungen einer aufkommenden Rezession, einem neuen Umweltbewusstsein sowie gesellschaftlichen Veränderungen startet die Verwaltung in die 1980er Jahre.


Die Wiedervereinigung 1990 stellt den Kreis vor neue Herausforderungen. Viele neue Bürger kommen in den Kreis und eine große Zahl von Asylsuchenden findet zeitweise eine Bleibe. Im Bereich des Natur- und Umweltschutzes geht man neue Wege: Das duale System wird eingeführt und die Abfallwirtschaft grundlegend reformiert. Mit dem Ausbau des Rad- und Reitwege schärft der Kreis sein touristisches Profil. Ende der 1990er Jahre wird die doppelte Verwaltungsspitze, bestehend aus ehrenamtlichem Landrat und Oberkreisdirektor, durch einen hauptamtlichen Landrat abgelöst.


Stärker als je zuvor stellt sich der Kreis im neuen Jahrtausend dem Problem des demografischen Wandels. Durch die Regionale 2004 erhalten Tourismus und Kultur neue Impulse. Die Sanierung des Kulturgutes Haus Nottbeck mit der Gründung eines neuen Museums für Westfälische Literatur ist nur ein Beispiel dafür.

 

Die Ausstellung ist in vier Blöcke gegliedert, die jeweils mit vielen Fotos und anderen Dokumenten ein Kreis-Jahrzehnt beleuchten.

 

Nach dem großen Erfolg der online-Präsentation zum Ersten Weltkrieg im Kreis Warendorf (http://www.kreis-warendorf.de/w1/30305.0.html) folgt nun innerhalb eines Jahres die zweite digitale Ausstellung des Kreisarchivs.


Als reine Internet-Ausstellung ist es nun möglich, die meisten Dokumente der Ausstellung, die aus den Beständen der Archive der Städte und Gemeinden im Kreis sowie der Altkreise Beckum und Warendorf stammen, online einzusehen“, so Arthur Schreiner, Auszubildender bei der Warendorfer Kreisverwaltung, der die online-Präsentation technisch umgesetzt hat.


Schulen und Universitäten, Volkshochschulen und Geschichtsvereine sowie alle Interessierte können die Materialien auch gerne für eigene Veranstaltungen nutzen.

Die Online-Ausstellung ist seit Mitte Dezember 2015 über die Seite des Kreisarchivs unter dem Punkt „Kreisgeschichte Online“ einsehbar. Direkt ist sie erreichbar unter  

Opens external link in new windowwww.kreis-warendorf.de/w1/31311.0.html

 
Kontakt:

Kreis Warendorf

Kreisarchiv

Waldenburger Str. 2, 48231 Warendorf

E-Mail: kreisarchiv@kreis-warendorf.de

Telefon: 02581/53-1040 (Dr. Thomas Brakmann)