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XXI. Arbeitslosenfürsorge & Hartz-Reform,

Zu Beginn des Jahrtausends führen einige Firmenschließungen zum Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Kreis. Im Sommer 2000 schließt die Zeche Ahlen endgültig, die Firma Dyckerhoff gibt 2002 ihren Standort in Neubeckum auf, der Haushaltsgeräte Hersteller Blomberg in Ahlen stellt seine Produktion ein und 2004 kündigt die Fa. Brinkhaus in Warendorf ihre Schließung an. Ende Januar zählt der Kreis fast 11.000 Arbeitslose, der höchste Wert seit seiner Gründung. 

 

Verwaltung, Politik und die regionale Wirtschaft arbeiten gemeinsam an der Vermittlung von Arbeitssuchenden, gerade um der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Mit Hilfe der 1998 gegründeten Ausweg GmbH, die bereits mit den regionalen Arbeitsämtern kooperiert, können bis 2004 mehr als 1.000 Sozialhilfeempfänger in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.

 

Die Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik durch die so genannte Hartz-Reform erfordert eine grundlegende Neuordnung des Sozialwesens.

 

Ab dem 1. Januar 2005 werden die Sozial- und die Arbeitslosenhilfe vereinigt. Bisherige Arbeitslosen- oder Sozialhilfeempfänger erhalten seitdem Leistungen nach dem SGB II.

 

Im Kreis Warendorf übernimmt ab Mai 2005 die Arbeitsgemeinschaft SGB II (ARGE) als Mischbehörde die Gewährung und Auszahlung der gesetzlichen Leistungen. Die Ausweg GmbH löst sich auf.

 

Im Jahr 2011 erfolgt die Umwandlung der ARGE in ein Jobcenter, das ab dem 1. Januar 2012 als Amt 56 in die Kreisverwaltung eingegliedert wird.

Ausweg gGmbH (1998-2004)

[XXI/2; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Am 19. Juni 1998 beschließt der Kreis die Gründung der „Ausweg gGmbH“, die Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern den Wiedereinstieg in das Berufsleben erleichtern soll. Gesellschafter sind der Kreis und die 13 Städte und Gemeinden. Seit Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches II – Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) am 1. Januar 2005 ist die Integration Langzeitarbeitsloser Aufgabe der Agenturen für Arbeit.

Gründung der ARGE

(unten v.l.n.r.) Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, Karl-Heinz Struck , Landrat Dr. Wolfgang Kirsch, (oben v.l.n.r.) Sozialamtsleiterin Brigitte Schürmann, Frauke Schwietert und Joachim Fahnemann [XXI/3; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Am 21. Dezember 2004 regelt der Kreis Warendorf und die Bundesagentur für Arbeit vertraglich die Umsetzung der Hartz IV-Gesetzgebung im Kreis. Die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft SGB II im Kreis Warendorf (ARGE) nimmt am 1. Mai 2005 ihre Arbeit auf und bietet Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende aus einer Hand an. Geschäftsführerin der ARGE wird die Sozialamtsleiterin Brigitte Schürmann.

Regionales Bündnis gegen Jugendarbeitslosigkeit

[XXI/1; WN 02.11.2002]

In den Räumen der Maschinenbaufirma Beumer in Beckum schließen das Land NRW, vertreten durch den Minister für Arbeit und Soziales in NRW, Harald Schartau (vorne rechts), und die Kreisverwaltung, repräsentiert durch den Landrat Dr. Wolfgang Kirsch (Bildmitte) einen Kooperationsvertrag mit 50 Institutionen und Verbänden aus dem Kreisgebiet. 

Jobcenter – ein neues Amt der Kreisverwaltung

[XXI/4; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Zum 1. Januar 2012 wird das kommunale Jobcenter als neues Amt 56 in die Kreisverwaltung eingegliedert. Damit wechseln 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Arbeitsagentur und den Kommunen zur Kreisverwaltung. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten wird in Ahlen 2012 die zentrale Anlaufstelle für rund 40 % der Arbeitslosengeld II-Leistungsberechtigten im Kreis bezogen (v.l.n.r.): Susanne Beier (Teamleiterin Ahlen), Petra Schreier (Leiterin Jobcenter), Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreisdirektor Dr. Heinz Börger, Dezernent Dr. Stefan Funke.

„Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“

Hannelore Kraft (links) und Dr. Olaf Gericke (Mitte) [XXI/5; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Das Projekt ist eine Kooperation der Landesregierung NRW mit der Bertelsmann Stiftung, an der neben dem Kreis Warendorf 17 weitere nordrhein-westfälische Kommunen teilnehmen. Konkret geht es darum, die vorhandenen Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und Soziales zu verknüpfen, um Familien und Kinder wohnortnah besser unterstützen zu können. Das Projekt hat landesweit Vorbildcharakter: Im Januar 2015 informiert sich die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der Kita „Zwergenland“ im Warendorfer Ortsteil Einen über das Modellvorhaben

Ausbau der U3-Betreuung

[XXI/6; Kreis Warendorf, Pressestelle]
KITA Wawuschels Ennigerloh [XXI/6; Kreis Warendorf, Pressestelle]

Lag der Fokus bis weit in die 2000er Jahre auf den Ausbau der Betreuung für 3-6jährige Kinder, so investiert der Kreis seit Ende 2008 mehr denn je in den Ausbau der Betreuungsangebote für unter dreijährige Kinder.

Zwischen 2009 bis 2014 konnte das Angebot von 636 Plätzen auf 1.563 erweitert werden.

Im Bild die U3-Betreuung in der KITA Wawuschels e.V. in Ennigerloh.