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XX. Herausforderungen des demografischen Wandels

Die Folgen des demografischen Wandels werden den Kreis in den kommenden Jahren verändern. Prognosen gehen davon aus, dass das Durchschnittsalter zunehmen und die Bevölkerung abnehmen wird. Die Folgen für die Infrastruktur und die regionale Wirtschaft sind noch nicht absehbar.

 

Demgegenüber sind Einbürgerungen in den deutschen Staatsverband nach wie vor sehr begehrt, wenngleich die Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber hoch sind. Zwischen 2000 bis 2013 konnte der Kreis trotzdem rund 6.500 ausländische Neubürger begrüßen.

 

Neben der Migration hat auch die Integration eine lange Geschichte. Waren die Maßnahmen der öffentlichen Stellen in den 1990er Jahren vorrangig auf die finanzielle Unterstützung der Zuwanderer ausgerichtet, ändert sich dies seit den 2000er Jahren. In engem Austausch mit seinen Kommunen entwickelte der Kreis Warendorf zwischen 2008 bis 2010 Grundsätze für seine Integrationstätigkeit. Die Vermittlung von Sprache und Bildung für alle Zuwanderer ist heute der Schlüssel für eine erfolgreiche Eingliederung und berufliche Qualifizierung. Diese Aufgabe übernimmt seit Dezember 2012 das Kommunale Integrationszentrum in Ahlen.

 

Mit dem Kreisentwicklungsprogramm „WAF 2030 – Wir entwickeln die Zukunft hier!“ gehen Politik und Verwaltung in den Jahren 2011/12 die Herausforderungen des demografischen Wandels offensiv an und entwickeln für die Themen Wirtschaft & Arbeit, Bildung & Wissenschaft, Familienfreundlichkeit & Lebensqualität sowie Klimaschutz & Umwelt eine Strategie für die zukünftige Entwicklung des Kreises Warendorf.

Eine neue Heimat im Kreis Warendorf

[XX/1; WN, 21.11.2009]

Die Ostbevernerin Ilkay Köcek absolviert beim Kreis Warendorf ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten.

 

Die gebürtige Türkin nimmt im November 2009 die deutsche Staatsangehörigkeit an. 

Integrationslotsenprojekt

Oelder Bürgermeister Karl Friedrich Knop (l.) begrüßt 2012 in Oelde die Integrationslotsinnen und -lotsen aus Ahlen, Beckum, Warendorf und Oelde [XX/2; Pressestelle Kreis Warendorf]

Ein besonderer Meilenstein für die Integrationsarbeit im Kreis ist das Integrationslotsenprojekt: Im Einsatz sind besonders geschulte und zertifizierte ehrenamtlich tätige Integrationslotsen, die vielfach selbst in den Kreis zugewandert sind. Als Ansprechpartner für die Neuzuwanderer sollen so die bestehenden Unterstützungsleistungen verbessert und die Betreuungs- und Beratungsangebote erweitert werden.

Integrationsforum in Ostbevern

Integrationsforum in der Ambrosius-Grundschule in Ostbevern 2009 [XX/3; Pressestelle Kreis Warendorf]

Der Kreis thematisiert das Thema „Integration“ in einem zwischen 2008 und 2010 breit angelegten Diskussionsprozess. In allen Städten und Gemeinden des Kreises finden Foren zur Integration statt. Das Bild zeigt das Integrationsforum in der Ambrosius-Grundschule in Ostbevern im November 2009, das unter dem Motto „Wir in Ostbevern - Vielfalt macht stark“ steht. In den offenen Gesprächsrunden können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Anliegen für ein besseres Miteinander äußern.

„Einander kennen lernen“

Integrationslogo "Einander-Kennen-Lernen" 2008 [XX/4; Kreis Warendorf, Sozialamt]

Der Kreis Warendorf wird kulturell immer vielfältiger. Im Juni 2008 startet unter dem Logo „Einander • Kennen • Lernen“ ein umfangreiches Integrationsprogramm des Kreises.

Einbürgerungsfeier 2012 im Kreishaus

Einbürgerungsfeier 2012 im Kreishaus [XX/5; Pressestelle Kreis Warendorf]

Im Februar 2008 lädt der Kreis Warendorf zum ersten Mal zu einem Einbürgerungsempfang ein. Seither können Neubürger jedes Jahr ihre Einbürgerungsurkunden persönlich von Landrat Dr. Gericke entgegennehmen.

 

In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als 5500 Ausländer, die dauerhaft im Kreis leben, die Chance genutzt, Deutsche zu werden. Dadurch können sie beispielsweise gleichberechtigt am politischen Leben teilhaben, sie können wählen sowie gewählt werden.

 

Deutliche Erleichterungen gibt es auch bei Reisen, die in viele Länder ohne Visum möglich sind. Die Voraussetzungen für eine Einbürgerung sind ein mindestens achtjähriger ununterbrochener, rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland, ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, ein bestandener Einbürgerungs- und Deutschtest sowie die Möglichkeit, den Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

 

Bürger eines EU-Staates müssen ihre bisherige Staatsangehörigkeit nicht aufgeben, wenn sie Deutsche werden wollen.

WAF 2030

[XX/6; Titelseite des Kreisentwicklungsprogramms]

Das Kreisentwicklungsprogramm „WAF 2030 – Wir entwickeln die Zukunft hier!“ ist aus einem rund einjährigen Diskussionsprozess hervor-gegangen, an dem etwa 4.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Kreisgebiet zwischen 2012 und 2013 beteiligt waren. Ausgewählte Projekte zur Bewältigung des demografischen Wandelns werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

Bevölkerungsprognose

Bevölkerungsprognose bis 2030 im Kreis Warendorf

Die aktuelle Bevölkerungsprognose für die Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen geht von einer weiteren Bevölkerungsabnahme bis 2030 im Kreis Warendorf von 4,6 % aus.