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Ausstellung im Kreishaus zeichnet den Weg zur deutschen Einheit nach

Landrat Dr. Olaf Gericke und Kreisarchivar Dr. Thomas Brakmann freuen sich, dass die Ausstellung „Auf dem Weg zur deutschen Einheit“ im Kreishaus zu sehen ist. Ergänzend blickt das Kreisarchiv auf die ebenfalls vor 25 Jahren begründete Partnerschaft der Kreise Warendorf und Waren zurück.

Passend zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung am 3. Oktober ist eine Ausstellung zur deutschen Einheit im Kreishaus zu sehen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Auswärtige Amt zeichnen auf 20 Plakaten den Weg zur Deutschen Einheit nach – von der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.


„Gerne nutzen wir die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit für diese spannende Zeit mit ihren überwältigenden Momenten zu wecken“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. „Für die jüngeren Ausstellungsbesucher ist sicherlich viel Neues dabei. Und für alle anderen ist die Ausstellung eine tolle Erinnerung an eine Zeit voller Umbrüche“, so der Landrat.


Die Ausstellungstexte sowie über 150 Fotos und Faksimiles beschreiben, wie die Friedliche Revolution in der DDR die Frage der deutschen Einheit unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik setzte. Die Schau widmet sich dabei gleichermaßen der innerdeutschen Entwicklung wie den diplomatischen Verhandlungen, die den Weg zur Wiedervereinigung im Einvernehmen mit den europäischen Nachbarn sowie den USA ermöglichte. Autor und Kurator der Ausstellung ist der Zeithistoriker Dr. Ulrich Mählert, der in der Bundesstiftung Aufarbeitung den Arbeitsbereich Wissenschaft leitet.


Dem Projekt Gedächtnis der Nation ist es zu verdanken, dass Besucher per Smartphone in der Ausstellung mit QR-Codes auf 18 Videopodcasts zugreifen können, in denen Zeitzeugen auf 1990 zurückblicken.


Zu den wichtigen Ereignissen damals im Kreis Warendorf gehörte auch die Freundschaft mit dem Kreis Waren an der Müritz. An diese  1990 begründete  Partnerschaft erinnert das Kreisarchiv. Es ergänzt die Ausstellung um Zeitungsberichte, Fotos und erläuternde Texte zur deutsch-deutschen Kreis-Freundschaft. In den ersten Jahren nach der Wende gab es einen regen Austausch und zahlreiche praktische Hilfen aus dem Kreis Warendorf beim Aufbau der Verwaltung in Waren. Dazu gehörte auch der Austausch von Auszubildenden und Mitarbeitern. Auch nach 25 Jahren und mehreren Gebietsreformen besteht die Partnerschaft weiterhin. Der damalige Kreis Waren ging 1994 im neuen Landkreis Müritz auf. Dieser wiederum wurde 2011 dem noch größeren Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Kreisstadt Neubrandenburg) zugeschlagen.


Die Ausstellung ist im Foyer sowie im Flur in der 1. Etage bis zum 15. Oktober zu folgenden Zeiten zu sehen: montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr. Zusatzhinweis für den 1. Oktober (Donnerstag): An diesem Tag ist das Kreishaus wegen einer Personalversammlung nur bis 12 Uhr geöffnet.