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Gedächtnis der Städte und Gemeinden erhalten: Kreisarchiv und Kommunen beraten über Sicherung von Unterlagen

Die Aufgaben und Leistungen des Kreisarchivs erläuterten Leiter Dr. Thomas Brakmann (6.v.r) und Archivmitarbeiter den für die Zusammenarbeit zuständigen Vertretern der Städte und Gemeinden. Dezernent Dr. Stefan Funke (4.v.r.) betonte zum Auftakt die Bedeutung des Kreisarchivs.

Wie lässt sich das Gedächtnis des Kreises Warendorf und der Städte und Gemeinden dauerhaft erhalten? Das Kreisarchiv hatte zu diesem Thema Vertreter der Kommunen eingeladen, die ihre schriftliche Überlieferung im Kreisarchiv sichern. Anlass für diesen Informationsvormittag war die aktuelle Ausstellung des Kreisarchivs „Papier ist nicht geduldig“; die noch bis zum 25. September im Kreishaus zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt an konkreten Beispielen aus den Beständen des Kreisarchives, welche Schäden unserem schriftlichen Kulturgut, der Überlieferung des Kreises und seiner Städte und Gemeinden drohen.


Der zuständige Dezernent Dr. Stefan Funke betonte zum Auftakt des Treffens die Bedeutung des Kreisarchivs, das auch das Archiv für zwölf Städte und Gemeinden ist. „Um Papierunterlagen dauerhaft zu erhalten, ist zum Teil großer Aufwand erforderlich“, erinnerte Dr. Funke an die letzte Entsäuerungsaktion, bei der bis 2012 zig Regalmeter an Dokumenten für die Nachwelt gesichert wurden.


Kreisarchivar Dr. Thomas Brakmann und weitere Mitarbeiter erläuterten den für die Zusammenarbeit zuständigen kommunalen Vertretern die Aufgaben und Leistungen des Kreisarchivs. Vorgestellt wurden insbesondere das Verfahren der Ablieferung von Unterlagen an das Kreisarchiv sowie dessen aktuelle Projekte.


Zudem informierte Birgit Geller, Leiterin der Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamtes, über Maßnahmen, die bereits heute ergriffen werden können, damit Registraturgut auch im Archiv dauerhaft genutzt werden kann. Eine Besichtigung des Endarchivs und eine Führung durch die Ausstellung „Papier ist nicht geduldig“ rundeten den informativen Vormittag im Kreishaus ab.


Die Städte und Gemeinden und der Kreis nutzen für ihre historischen Unterlagen oder diejenigen Dokumente, die sie aus rechtlichen Gründen dauerhaft  aufbewahren müssen,  das Kreisarchiv. Dort werden die Unterlagen für die Benutzung – zum Beispiel zu Forschungszwecken – erschlossen, falls erforderlich konservatorisch und restauratorisch bearbeitet und unter günstigen klimatischen Bedingungen im Original aufbewahrt. Bei Bedarf stellt das Kreisarchiv die Dokumente der abgebenden Stelle wieder zur Verfügung. Zahllose wissenschaftliche Forschungen, aber auch orts- und familienkundliche Arbeiten nutzen regelmäßig die im Kreisarchiv gesicherten Unterlagen aus den Städten und Gemeinden des Kreises.


Das Kreisarchiv steht allen Bürgerinnen und Bürgern ohne Voranmeldung montags bis freitags von 8 bis 12 und donnerstags auch von 12 bis 16 Uhr zur Verfügung. Anlaufstelle ist der Raum C 0.100 im Erdgeschoss des Kreishauses, Waldenburger Str. 2, in Warendorf.