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Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg: Ausstellung jetzt online erlebbar

Die Ausstellung wurde in Liesborn, Warendorf und Ahlen präsentiert und ist nun online über die Internetseite des Kreises einsehbar.
„Frohe Ostern“: Ein Gruß zum Osterfest 1915 an Carl Nuphaus, der auf einer Weihnachtskarte des Jahres 1914 verfasst wurde. (KAW, Dep. Nuphaus)

„Mit vielen herzlichen Grüßen von der Reise zum Pariser Schützenfest“, so schreibt der junge Soldat Konrad Wapelhorst am 11. August 1914 an seine Eltern in Wadersloh auf einer Feldpostkarte. Zu sehen ist diese Karte in der Ausstellung „Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg“. Das Kreisarchiv Warendorf hat wie berichtet zusammen mit dem Museum Abtei Liesborn dieses Ausstellung erarbeitet, die seit August 2014 in Liesborn, Warendorf und Ahlen mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten präsentiert wurde. Mit einem aktuellen Online-Projekt beschreitet das Kreisarchiv nun neue Wege: „Als reine Internet-Ausstellung ist es nun möglich, die meisten Dokumente, die aus den Archiven der Städte und Gemeinden im Kreis sowie der Altkreise Beckum und Warendorf, aber auch von privaten Leihgebern stammen, online einzusehen“, so Jannik Schröder vom Kreisarchiv Warendorf, der die Online-Präsentation technisch umgesetzt hat.


Begleitet von Familien und Freunden zogen im August 1914 die Soldaten durch die Straßen der Städte und Gemeinden im heutigen Kreis Warendorf zu den Bahnhöfen. Sie folgten damit dem Aufruf zur Mobilmachung, in der festen Überzeugung, spätestens Weihnachten wieder zu Hause zu sein. Kaum einer ahnte, welches Ausmaß der Krieg in jeglicher Hinsicht haben würde.


Der Krieg mobilisierte weltweit 65 Millionen Soldaten und forderte mehr als 17 Millionen militärische und zivile Todesopfer sowie rund 20 Millionen Verwundete. Allein aus dem Kreisgebiet starben mehr als 3.300 Menschen im Frontgebiet.


Die Ausstellung des Kreisarchivs zeigte die Auswirkungen, die der Erste Weltkrieg auf das heutige Gebiet des Kreises Warendorf hatte. Zwischen Heimatfront und Verlust durchlebten die Bewohner des Kreises eine Zeit, die vor allem geprägt war durch Entbehrungen, Mangel sowie Angst und Trauer um die eigenen Angehörigen.


Dabei nimmt die Präsentation verschiedene Perspektiven desselben Krieges in den Blick: Den Blickwinkel der „Heimatfront“, insbesondere jener der Frauen und Kinder, denn ohne die Unterstützung der breiten Bevölkerung hätte dieser Krieg niemals so lange geführt werden können. Und die Perspektive der an den Fronten kämpfenden Soldaten aus dem Kreis.


Schulen und Universitäten, Volkshochschulen und Geschichtsvereine sowie alle Interessierte können die Materialien auch gerne für eigene Veranstaltungen nutzen. Die Quellen können in der Online-Ausstellung digital genutzt werden, liegen – falls nötig – transkribiert vor und werden durch Beschreibungen inhaltlich.


Die Online-Ausstellung ist ab sofort über die Seite des Kreisarchivs unter dem Punkt „Kreisgeschichte Online“ einsehbar:  http://www.kreis-warendorf.de/w1/30305.0.html.

 

Kontakt:

Kreis Warendorf

Kreisarchiv

Waldenburger Str. 2, 48231 Warendorf

E-Mail: kreisarchiv@kreis-warendorf.de

Telefon: 02581/53-1040 (Dr. Thomas Brakmann) oder -1041 (Victoria Wegener)