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Wiedervorlage! Das Archiv der Familie Eissen auf Haus Nottbeck

Luisa Eissen (links), die letzte Besitzerin von Haus Nottbeck, im Jahr 1900, zusammen mit ihren Geschwistern Paul Friedrich und Frieda Auguste Henriette. (KAW, S 1/38 Eissen, Haus Nottbeck Nr. 39)
Im Zweiten Weltkrieg waren rund 150 Kriegsgefangene auf Haus Nottbeck zwangsweise in der Landwirtschaft beschäftigt. Das Bild zeigt eine Gruppe ausländischer Zwangsarbeiter zusammen mit deutschen Landarbeitern.

Das Kreisarchiv möchte Sie mit historischen Dokumenten aus seinen Beständen bekannt machen. Anlass dafür kann ein historisch wichtiger Gedenktag sein – oder auch, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Archiv ein besonders schönes oder interessantes Original begegnet oder im Archiv neue Unterlagen zur Benutzung bereit stehen. In der Reihe „Wiedervorlage!“ geht es diesmal um das Archiv der Familie Eissen auf Haus Nottbeck.


Das Gut Nottbeck bei Stromberg gelangte 1987 nach dem Tod der letzten Besitzerin Anna-Luise Eissen per Erbfall in den Besitz des Kreises Warendorf. In diesem Zuge kamen auch die Unterlagen des Familienarchivs Eissen in das Kreisarchiv. Sie umfassen den gesamten Zeitraum zwischen 1837 bis 1987.


Diese Unterlagen im Umfang von 22 Archivkartons sind nun verzeichnet und können im Lesesaal des Kreisarchivs eingesehen werden. Der Bestand „S 1/38“ umfasst zum einen Dokumente über die wirtschaftliche Verwaltung des Gutes Nottbeck. Der größere Teil betrifft aber die Geschichte der Familie Eissen, insbesondere der letzten Besitzerin des Gutes Nottbeck, Anna-Luise Eissen, die am 4. November 1894 auf Haus Nottbeck geboren wurde.


Zu den persönlichen Dokumenten von Anna-Luise Eissen gehört insbesondere ihre Korrespondenz mit Familienangehörigen und Freunden. Dazu zählen vor allem der intensive Briefverkehr mit ihrem Lebensgefährten Dr. Hermann Huttel und dessen berufliche Tätigkeit. Die enge Beziehung zwischen Anna-Luise Eissen und Dr. Hermann  Huttel dokumentiert sich in der reichen Korrespondenz und Fotoüberlieferung. Diese bricht erst mit dem Tod von Hermann Huttel 1973 ab.


Darüber hinaus finden sich in dem Bestand zahlreiche Feldpostbriefe aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie eine umfangreiche Foto- und Postkartensammlung.