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Historisches Lernen im Kreisarchiv

In zwei Gruppen führten Dr. Thomas Brakmann (im Bild, 6.v.l.) und Victoria Wegener vom Kreisarchiv die Gymnasiasten mit ihrem Lehrer Rolf Hartmann (3.v.l.) durch die Ausstellung, die noch bis zum 30. Januar im Kreishaus zu sehen ist.
Victoria Wegener (5.v.l.) erläuterte den Schülerinnen und Schülern die Schwerpunkte der Ausstellung, die von den Anfängen des Krieges bis zu seinen bitteren Folgen für die Menschen im Kreis reichen.

- Leistungskurs des Gymnasiums Laurentianum besuchte die Ausstellung „Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg“ -  

 

Schülerinnen und Schüler eines Leistungskurses Geschichte des Gymnasiums Laurentianum besuchten am Freitag (19. Dezember) die Ausstellung „Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg“ im Warendorfer Kreishaus. Die Auswirkungen des Krieges auf das Gebiet des heutigen Kreises lassen sich in der Ausstellung aus der Perspektive der Zivilbevölkerung und der Soldaten nachvollziehen.

 

Victoria Wegener und Dr. Thomas Brakmann vom Kreisarchiv Warendorf legten in ihrer Führung einen Schwerpunkt auf die regionale Perspektive und gaben Einblicke in den Alltag der Bevölkerung im östlichen Münsterland im Zeichen von Not, Entbehrung, Trennung und Verlust. Dabei informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die schwierige Lage der damaligen Menschen, die zwischen Kriegsnationalismus und Kriegswirklichkeit gefangen waren.

 

„Die Vielzahl der gezeigten Dokumente ermöglicht einen authentischen und – im Falle der Fotos und Feldpostbriefe – auch einen personifizierten Zugang zur Geschichte des Ersten Weltkriegs im Kreis“, sagte Rolf Hartmann, der als Kurslehrer die Gruppe begleitete.

 

Besonders spannend war die Auseinandersetzung mit Plakaten, wie sie im gesamten Kreis während der Kriegsjahre zu sehen waren. Im Kreishaus werden sie authentisch an einer Litfaßsäule im Foyer präsentiert. Hier werden besonders die unterschiedlichen Perspektiven von Kriegspropaganda und Kriegswirklichkeit deutlich.

 

Der Krieg machte auch vor der Schule nicht Halt: Unterlagen des Realgymnasiums der Stadt Ahlen, die erst vor kurzem ins Kreisarchiv gelangten, dokumentieren die militärische Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen und zeigen, dass die Schüler in besonderem Maße der Kriegspropaganda ausgesetzt waren.

 

Um die Jahre zwischen 1914 bis 1918 im Kreis Warendorf überhaupt skizzieren zu können, ist der Rückgriff auf die umfangreichen Bestände des Kreisarchivs Warendorf unabdingbar. Ein exklusiver Gang durch das Endarchiv, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, rundete daher den Besuch der Gymnasiasten ab.

 

Die Ausstellung „Der Kreis Warendorf im Ersten Weltkrieg“ ist noch bis zum 30. Januar 2015 im Kreishaus zu sehen. Kostenlose Führungen für Schulklassen sind möglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an kreisarchiv@kreis-warendorf.de oder telefonisch an Victoria Wegener (0 25 81/ 53 10 40) oder Dr. Thomas Brakmann (0 25 81/ 53 10 41).