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Großer Waschtag von einst wird wieder lebendig - Museum der historischen Waschtechnik in Ostbevern-Brock

Kräftig in die Mangel genommen wurde die Wäsche in dieser großen Kaltmangel.
Das historische Waschgerät im Museum verdeutlicht, warum wunde Hände früher zum Waschtag gehörten.
Ein im Original wieder aufgebauter Tante-Emma-Laden ergänzt die Ausstellung.
Die Anfahrtsskize kann am Ende des Textes als PDF heruntergeladen werden.

Im Ostbeverner Ortsteil Brock befindet sich das in Deutschland einzigartige Museum der historischen Waschtechnik. In der ehemaligen Dorfschule des Ortes sind mehr als 2000 Exponate – angefangen vom Waschbrett bis hin zur neuesten Waschmaschine – zu bestaunen. Jedes der ausgestellten Exponate dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte des Waschens, das noch vor gar nicht langer Zeit richtige Knochenarbeit bedeutete. Beim Betreten des Museums wird der große Waschtag von einst schnell wieder lebendig

 

Das Herzstück der Ausstellung bildet eine etwa dreieinhalb Tonnen schwere Kaltmangel von 1889, die bis zum Mauerfall in der ehemaligen DDR noch in Betrieb war. Um Wäsche mit einer Kaltmangel zu glätten, wurden die Stücke in Leinen gehüllt und um eine Rolle gewickelt. Der mit Sand, Steinen oder Blei gefüllte Kasten wurde vor und zurück bewegt und presste so den Stoff glatt.

 

In der Ausstellung sind auch viele verschiedene Ausführungen des Waschbretts, hergestellt aus Holz, geriffeltem Glas oder gewelltem Zinkblech, zu sehen und es lässt sich schnell erahnen, dass Waschen anno dazumal mit viel Mühe verbunden war. Wunde Hände und ein schmerzender Rücken gehörten zum Waschtag dazu. Heute jedoch kommt das historische Waschgerät allenfalls noch im „Skiffle-Rock“ zum Einsatz.  Aber auch kuriose Geräte, wie z.B. die Dampfwaschmaschine „Schneewittchen“ oder das „Wäschewunder“ gibt es zu bestaunen.

 

Ein im Original wieder aufgebauter Tante-Emma-Laden mit vielen Accessoires aus der damaligen Zeit ist ein eindrucksvoller Zeuge dafür, wie persönlich einst das Einkaufen von Lebensmitteln war. Und auch die zahlreichen Blechschildreklamen, die überall im Museum hängen, zeigen, wie „bunt“ und „vielfältig“ schon damals Werbung war.

 

Wenn es am Samstag, 2. August, in Ostbevern-Brock wieder heißt „Kunst im Schatten der Kirche“, dann öffnet auch das Museum von 14 bis 18 Uhr seine Türen. Auf dem Museumsvorplatz findet dann ein „Kinderwaschtag“ statt, an dem die jungen Besucher den „Waschtag anno dazumal“ spielerisch mit Waschzuber und Waschbrett kennenlernen können. Ansonsten ist das Museum immer vom 1. April bis 5. November (auch während der Ferienzeiten) an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Der Besuch der Ausstellung ist in Absprache mit der Ostbevern Touristik für Gruppen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich. Dort organisiert man gerne Führungen mit anschließendem Kaffeetrinken und selbst gebackenen Kuchen im Dorfspeicher, so dass nach dem Besuch noch viel Zeit zum „Klönen und Schnacken“ besteht.

 

Anschrift/Anfahrt: Schmedehausener Straße, 48346 Ostbevern, mitten im Ortsteil Brock, Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Die Biberroute 1, eine von der Ostbevern Touristik ausgearbeitete Radroute von ca. 23 Kilometern Länge, führt direkt am Museum vorbei.

 

Eintrittspreis: Erwachsene: 2,50 Euro, Kinder bis 16 Jahre: 1 Euro, Führungen für Gruppen bis 20 Personen: 20 Euro

 

Ansprechpartner: Ostbevern Touristik e.V., Hauptstraße 24, 48346 Ostbevern, Tel. 0 25 32/8210, E-Mail: info@ostbevern-touristik.de

 

Weitere Informationen: www.ostbevern-touristik.de

 

Die Anfahrtsskizze als PDF finden Sie Initiates file download hier.