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Schon kleine Veränderungen können Barrieren abbauen

Wie steht es um die Barrierefreiheit im Jobcenter-Gebäude (Bild) in Ahlen sowie in der Villa Küper? Das prüften vor Ort, v.l: Norbert Sauermann (Vorsitzender Bewohnerbeirat St. Joseph Neubeckum), Richard Uhkötter (Kreissozialamt), Michael Maskiela (Vorsitzender Bewohnerbeirat St. Vitus Everswinkel), Detlef Schröder (Kreis Warendorf, Hochbau und Liegenschaften), Petra Pioch (Blinden- und Sehbehindertenverein Warendorf), Matthias Bureck (Selbsthilfegruppe für Menschen mit Hörschädigung), Marga Schirk (Blinden- und Sehbehindertenverein Warendorf) und Verena Schulte-Sienbeck (Kreissozialamt).

- Kreis Warendorf nimmt Verwaltungsgebäude gemeinsam mit Behinderten unter die Lupe / Begehungen in Ahlen -

 

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Menschen mit Behinderungen unnötige Probleme bereiten, wenn sie ein öffentliches Gebäude besuchen. So konnten bislang nur sehende Besucher feststellen, in welcher Etage sich die Aufzüge im Kreishaus gerade befinden. Jetzt haben die Fahrstühle "sprechen" gelernt. Bei jedem Halt wird die Etage per Lautsprecher angesagt. Diese kleine Neuerung war nach einer Begehung des Kreishauses zusammen mit Menschen mit verschiedenen Behinderungen vorgeschlagen worden – und wurden kurzfristig umgesetzt. Deutlich mehr Barrierefreiheit wird es zudem demnächst nach einer bereits beschlossenen Umgestaltung des Kreishaus-Eingangsbereiches geben.

 

Wie berichtet, werden im Zuge des kreisweiten Inklusionsplanes auch die anderen Dienststellen des Kreises Warendorf nach und nach unter die Lupe genommen. So fanden in Ahlen jetzt Begehungen des Jobcenters und der Villa Küper statt, wo die  Nebenstelle des Gesundheitsamtes, die Pflegeberatung und weitere Einrichtungen untergebracht sind.

 

Auch bei diesen beiden völlig unterschiedlichen Gebäuden stellte die Gruppe Verbesserungsbedarf in punkto Barrierefreiheit fest. Beide Gebäude sind für Rollstuhlfahrer nur über den Hintereingang zugänglich – in der Villa Küper über einen kürzlich eigens errichteten Plattformlift. Dort können Menschen mit Gehbehinderungen allerdings nur im Erdgeschoss empfangen werden – ein Aufzug ist in dem denkmalgeschützten Gebäude nicht vorhanden. Für blinde Menschen stellt sich insbesondere die Orientierung vor und im Gebäude immer wieder als schwierig dar.

 

Für die vielen Anregungen zeigten sich die Fachleute des Kreises aus dem Sachgebiet Hochbau und Liegenschaften sehr dankbar. Die neuen Erkenntnisse nach den Begehungen wirken sich manchmal auch sehr konkret auf Umbauplanungen in anderen Gebäuden aus. So hat die Zulassungsstelle in Beckum jetzt im Zuge einer Fenster- und Türensanierung eine sich automatische öffnende Schiebetür erhalten.

 

Der Kreis Warendorf will mit dem Inklusionsplan, der derzeit erarbeitet wird, ein konkretes Handlungsprogramm zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschließen.

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