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Radwege an Kreisstraßen

Der Kreis Warendorf verfügt über ein vergleichsweise dichtes Netz von Radwegen an klassifizierten Straßen. Mit insgesamt 44 % ist fast die Hälfte aller klassifizierten Straßen im Kreis mit einem separaten Radweg ausgestattet. Die räumliche Lage und Verteilung der Radwege ergibt sich aus der Karte.

 

Der Kreis Warendorf hat in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche neue Radwege an Kreisstraßen geplant und gebaut, vorhandene Wege umgebaut, Querungshilfen geschaffen und Lichtsignalanlagen installiert oder verbessert.

 

Insgesamt wurden 23 Maßnahmen umgesetzt, fast 23 km Neubaustrecke realisiert und ein Kostenvolumen von rund 5,6 Mio. € erreicht.

 

Markierungstechnische Lösungen wie Radfahrerschleusen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradfurten und Einfädelungsspuren stellen bei der Planung von Radverkehrsanlagen eine verkehrssichere Variante der Radwegeführung dar.

Bei gefährlichen und/oder schlecht sichtbaren Kurvenbereichen an Radwegen werden diese mit einer beidseitigen Randmarkierung versehen.

Wenn es die Straßenbreiten zulassen und baulich abgesetzte Radwege nicht angelegt werden können oder sinnvoll sind, werden im Kreisgebiet bei Bedarf entsprechende Markierungen angewandt. 

 

Beim Neubau oder der Erneuerung von Lichtsignalanlagen werden in der Regel zusätzliche Radfahrer-Signale installiert, um den Radfahrer vor dem motorisierten Verkehr "grün" zu signalisieren (Vermeidung toter Winkel usw.).

 

Radwegebedarfsplan

Zurzeit sind in diesem Programm ca. 65 km Radwege mit einem Investitionsvolumen von fast 13 Mio. € enthalten. Diese Maßnahmen werden in den nächsten Jahren systematisch für die Förderprogramme angemeldet und dann gebaut werden. Mit der Umsetzung wird der Anteil der Radwege an den Kreisstraßen von 38 % auf 44 % steigen.

 

Konkret werden in den nächsten Jahren Maßnahmen auf einer Länge von 19,2 km und mit einem Finanzmittelbedarf von ca. 4,6 Mio. € realisiert.

 

Bürgerradwege

1. Spatenstich Radweg Rummler Albersloh

Am 30.03.2007 hat der Kreisausschuss außerdem ein Sonderprogramm zur Förderung von Bürgerradwegen beschlossen. Private Bürgerinitiativen zum Bau eines Radweges werden mit 10 €/lfdm. Radweg entlang von Kreisstraßen und 7,50 €/lfdm. Radweg entlang von Landesstraßen unterstützt. Der Kreis beteiligt sich  zusätzlich zur Hälfte an notwendigen Brückenbaukosten. Mit dem Kreiszuschuss sollen die in Eigenregie durchgeführten Maßnahmen unterstützt werden, um das Engagement der Bürgerinitiativen für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger im Kreis zu würdigen.

 

Zwischen 2007 und 2010 konnten insgesamt 46 km Rad-/Gehwege mit einem Kostenvolumen von 412.000 € an Kreismitteln realisiert werden. 

 

Da die vorhandenen Bürgerradwege teilweise in wassergebundener Bauweise errichtet wurden, wird der Kreis in den nächsten Jahren teilweise eine Schwarzdecke in Asphalt aufbringen. Damit wird nicht nur die Haltbarkeit und Unterhaltung des Radweges deutlich verbessert, sondern auch der Komfort für die Radwegnutzer erheblich gesteigert.

 

Zukunftsprojekt Radschnellwege

Die Stadt Münster untersucht zurzeit gemeinsam mit der Universität Münster stark frequentierte Pendlerverbindungen mit dem Umland, die sich für eine Verbesserung von Radverbindungen anbieten. Auf diesem Wege sollen Potenziale für Umstiege von insbesondere dem individuellen motorisierten Kraftverkehr auf das Rad erforscht werden. Einer der zwei bereits identifizierten Korridore mit starken Pendlerbeziehungen führt von Münster in den Kreis Warendorf (Stadt Telgte). Bei dem Projekt sind neben den allgemein konzeptionellen Überlegungen und möglichen Wegebaumaßnahmen auch die Rahmenbedingungen wie Parkmöglichkeiten, Kombinationen mit dem ÖPNV und Beschilderungen zu überprüfen und zu optimieren. Der Kreis Warendorf wird diese Entwicklung zu einer Radschnellverbindung unterstützen.