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Auf tamilisch heißt Nase Mooku

Elternbegleiterinnen im Rahmen des FIT-Projekts trafen sich zum Erfahrungsaustausch mit Britta Osterbrink (l., stehend) vom Kreis Warendorf und mit Martina Höltken-Heming (r., stehend) vom Fachdienst Migration und Integration des Caritasverbandes.

- Elternbegleiterinnen berichten von ihren Erfahrungen im FIT- Projekt -


Acht Elternbegleiterinnen sind im Rahmen des FIT- Projekts (Frühkindliches Integrationstraining) als Honorarkräfte für den Kreis Warendorf tätig. Sie leiten ein Mal in der Woche für zwei Stunden eine Müttergruppe in einer Kindertageseinrichtung oder einer Grundschule. Die Frauen, die sich regelmäßig zu Teambesprechungen mit Martina Höltken-Heming vom Fachdienst Integration und Migration des Caritasverbandes Warendorf treffen, erhielten Besuch von Britta Osterbrink. Sie ist Projektleiterin beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises, der das Sprachförderprojekt angeschoben hat.

 

Die Elternbegleiterinnen sind durch den Kreis Warendorf in Kooperation mit der RAA Essen für ihre Arbeit mit anderen Müttern und für die Zusammenarbeit mit der Kita und der Grundschule in sechs Fortbildungsmodulen qualifiziert worden. Bei den gemeinsamen Vormittagen tauschen sie Erfahrungen in der Gruppenarbeit aus. So bearbeiten sie entwicklungspsychologische Themen. Dabei erfahren sie eine kontinuierliche fachliche Begleitung durch den Migrationsdienst.

 

Jeweils fünf bis acht Mütter gehören einer Müttergruppe an. In dieser Runde bespricht die Elternbegleiterin mit den Müttern das "Rucksackmaterial" für die ganze Woche, nach dem jede Mutter zu Hause mit ihrem Kind spielen, basteln und lesen soll. Der sogenannte Rucksack enthält Lieder, Gedichte, Spiele und andere Aktivitäten zur Anregung der Sprache und Entwicklung.

 

Die Kinder werden mit Hilfe dieser Anleitungen von ihren Müttern in ihrer Muttersprache gefördert. Zeitgleich behandeln die Erzieherinnen und Lehrpersonen dieselben Themen in Deutsch im Kindergarten bzw. in der Schule. Die Themen wechseln regelmäßig und umfassen Bereiche wie die Jahreszeiten, Essen und Trinken oder die Kleidung.

 

Im Kreis Warendorf sind aktuell fünf Elternbegleiterinnen in Kindertageseinrichtungen und drei Elternbegleiterinnen in Grundschulen tätig. "Einige Elternbegleiterinnen betreuen die Müttergruppen schon über ein Jahr und sind zu richtigen FIT- Experten geworden" berichtet Projektleiterin Britta Osterbrink. Zwei Mal im Jahr besucht sie die Runde und nimmt jedes Mal neue Eindrücke und Anregungen mit ins Kreishaus.

 

"In den Müttergruppen geht es längst nicht nur um die Sprachförderung. Darüber hinaus bearbeiten die Elternbegleiterinnen verschiedene pädagogische und familiäre Themen und stehen den Müttern mit Rat und Tat zur Seite", erläutert Britta Osterbrink. "Und wir lernen selbst neue Sprachen kennen", ergänzt Mechthild Gersmann, die als Elternbegleiterin im Kindergarten St. Elisabeth in Warendorf tätig ist - so hat sie jetzt erfahren, dass Nase auf tamilisch Mooku heißt.