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Kreis und Kommunen setzen beim Einkauf auf Klimaschutz

Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke (l.) und Seminarleiterin Dr. Ricarda Rieck begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung zum Thema umweltfreundliche Beschaffung.

Schon beim Einkauf daran zu denken, welche Auswirkungen die Neuanschaffung auf die Umwelt hat – das ist für viele Bürgerinnen und Bürger mittlerweile selbstverständlich. Nicht nur beim Kauf von Fahrzeugen spielt der Klimaschutz eine wachsende Rolle. Auch für die öffentliche Verwaltung ist umweltfreundliche Beschaffung in allen Bereichen längst ein wichtiges Thema. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Warendorf sowie von einigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen aus dem Kreis und der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) brachten sich bei einer Fortbildung zu diesem Thema auf den neuesten Stand.


"Buy smart – Beschaffung und Klimaschutz" lautete der Titel eines Seminars, das im Kreishaus stattfand. Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke betonte zum Auftakt, dass die umweltfreundlichere Variante oft gleichzeitig die wirtschaftlichere Variante sei. "Viele kleine Mosaiksteine leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig können wir Geld sparen. Wenn wir zum Beispiel energieeffiziente Computer und andere Bürogeräte anschaffen, ist das wegen des niedrigeren Verbrauchs auf Dauer kostengünstiger."


Im Zuge seiner Anstrengungen für den European Energy Award (eea) habe der Kreis die Anstrengungen in allen Bereichen noch einmal verstärkt, so Dr. Funke. "Es ist schön, dass auch Mitarbeiterinnen von Stadt- und Gemeindeverwaltungen an dieser Fortbildung teilnehmen", betonte der Kämmerer und Organisationsdezernent des Kreises den interkommunalen Aspekt der Fortbildung. Geleitet wurde sie von Dr. Ricarda Rieck von der Beratungs- und Servicegesellschaft Umwelt (Berlin).

 

Möglichkeiten, auf eine umweltfreundliche Beschaffung zu setzen, gibt es viele. Von Papier und Büromaterialien, Computern und andere Bürogeräten, der Beleuchtung der Räume bis zum Einkauf sparsamer Fahrzeugen und der Wahl des Stromlieferanten. Zu diesen und anderen Punkten erhielten die Seminarteilnehmer, die in ihren Fachbereichen wichtige Entscheidungen treffen, neue Anregungen und tauschten Erfahrungen aus.

 

Ein aktuelles Beispiel für eine umweltschonende und besonders wirtschaftliche Beschaffung war ebenfalls Thema bei der Fortbildung. Nach einer gemeinsamen Ausschreibung haben der Kreis und die Gemeinde Drensteinfurt einen Vertrag mit einem Ökostromanbieter abgeschlossen. Der liefert den Strom sogar günstiger als der bisherige Anbieter. Die interkommunale Zusammenarbeit zahlt sich in diesem Punkt also doppelt aus – fürs Klima und für die kommunalen Kassen.