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Der Energiebericht für die Immobilien des Kreises Warendorf für den Zeitraum 1992 - 2011. Dieser liegt im pdf-Format (12 MB) vor. [Zum Download]

Zwei oder drei Jahre - wie alt bist du?

Wie schwierig es sein kann, Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund zu verstehen, erfuhren die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes beim Kreis Warendorf. In einer Fortbildung ging es auch darum, wie sich Missverständnisse vermeiden lassen.

- Interkulturelle Kommunikation wichtiges Thema im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst  / Fortbildung -  

Wie schwierig interkulturelle Verständigung sein kann, zeigt ein eindrucksvolles Beispiel, mit dem sich die Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes vom Kreisgesundheitsamt bei ihrer Fortbildung "Interkulturelle Kommunikation" befasst haben: "Zwei oder drei Jahre - wie alt bist du?" Wenn ein kleiner Knirps auf die Frage nach seinem Alter stolz seinen Daumen und Zeigefinger hoch streckt, ist er vielleicht zwei Jahre alt, vielleicht aber schon drei!

 

Das hängt nämlich damit zusammen, wie in seinem kulturellen Ursprungsland mit den Fingern gezählt wird - und das ist überall auf der Welt anders. Es gibt sogar viele Gesten, die in einer anderen Kultur Befremden auslösen und zu ungewollten Konflikten führen können, erfuhren die Teilnehmerinnen von der kompetenten Referentin, Dr. Anne Dietrich. Neben kulturwissenschaftlichem Grundlagenwissen vermittelte sie mit vielen anschaulichen Beispielen aus dem Alltag, wie schwierig es sein kann, Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund zu verstehen. Gleichzeitig gab die für die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen (Düsseldorf) tätige Referentin wertvolle Tipps und Hinweise, wie man interkulturelle Missverständnisse vermeiden kann.

 

"Ich fand es besonders interessant zu hören, wie Kinder in anderen Kulturen wahrgenommen und erzogen werden", zog Dr. Jutta Dick vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst ein positives Fazit. Für andere Teilnehmerinnen wiederum war es wichtig zu erfahren, welche Bedeutung Gesundheit und Krankheit in fremden Ländern haben kann.

 

Ob bei den Schuleingangsuntersuchungen, bei den Herbstsprechstunden im Kindergarten, bei der Beratung von Familien mit behinderten Kindern - immer wieder haben es die Fachkräfte des Kreisgesundheitsamtes mit Familien zu tun, die kulturell anders geprägt wurden und vielleicht erst vor Kurzem in den Kreis Warendorf gekommen sind.

 

"Diese Fortbildung war für uns sehr wichtig und wird uns beim Umgang mit Kindern und ihren Eltern aus anderen Kulturen helfen", so das einhellige Fazit der Teilnehmerinnen am Ende der zweitägigen Veranstaltung. Die interne Fortbildung ist ein Bestandteil der im Integrationsbericht des Kreises Warendorf vorgesehenen Handlungsempfehlungen.