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Bauantragsauskunft Online

Das Bauamt der Kreisverwaltung Warendorf bietet die Möglichkeit, den Bearbeitungsstand des Bauantrages online abzufragen. Dadurch wird die Transparenz deutlich verbessert. Der Bauherr kann dann unabhängig von den Öffnungszeiten und der räumlichen Entfernung den Stand des Verfahrens in jedem Stadium mitverfolgen. [ausführlich]

Frühe Hilfen sind besser als spätes Heilen

17 Hebammen waren zur Fortbildungsveranstaltung des Kreisgesundheitsamtes gekommen.

- Hebammen bildeten sich auf Einladung des Kreisgesundheitsamtes fort / Schwerpunkt Familenhebamme -

 

Die Phase vom Beginn der Schwangerschaft über Geburt und Wochenbett bis zum Ende des ersten Lebensjahres eines Kindes ist enorm wichtig für eine gesunde Entwicklung des Menschen. Dabei erfüllen etwa 90 Hebammen im Kreis Warendorf tagtäglich (und nächtlich!) eine wichtige Funktion. Gesundheitsfördernde Maßnahmen haben bei Kindern die nachhaltigsten Effekte. Das Gesundheitsamt des Kreises hatte die 2. Fortbildungsveranstaltung für Hebammen aus dem Kreisgebiet organisiert.

 

Schwerpunktthemen des Seminars, an dem 17 Hebammen teilnahmen, waren der Kinderschutz, interkulturelle Aspekte der Schwangerenvorsorge und Geburtshilfe sowie der plötzliche Kindstod. Als Referenten konnten neben einigen hausinternen Referenten Anke Peters und Günay Ari von der AWO Hamm-Warendorf gewonnen werden. Sie schilderten eindrucksvoll und anhand zahlreicher Beispiele die unterschiedlichen kulturellen Orientierungen zur Schwangerschaft und Geburt und gaben wertvolle Tipps für die Kommunikation mit (werdenden) Müttern aus anderen Kulturkreisen.

 

Alle Teilnehmerinnen begrüßten es, dass Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen wichtiger Ansprechpartner aus dem Bereich der Gesundheits- und Jugendhilfe im Kreis Warendorf bestand. Wolfgang Rüting, Leiter des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf, stellte in diesem Zusammenhang die lokalen Netzwerke "Schutz und frühe Hilfen" vor und animierte die Hebammen zur Mitarbeit in ihren Städten und Gemeinden. Lebhaft diskutiert wurden u.a. Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten von Hebammen, wenn sie als Familienhebamme in Problemfamilien tätig werden.

 

Dr. Gabriele Fleissner-Busse, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes des Gesundheitsamtes, stellte die Möglichkeiten zur Früherkennung und gesundheitlichen Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern dar. Als konkretes Projekt wurde die "Aufsuchende Elternberatung" von Marlies Lieftüchter hervorgehoben. Sie steht mit einer Kollegin aus Warendorf als Kinderkrankenschwester mit sozialmedizinischer Zusatzausbildung für konkrete Hilfe bei Problemen in der Pflege, Ernährung und Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern insbesondere zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr zur Verfügung.

 

Das Angebot des Kreisgesundheitsamtes ist für die Eltern kostenlos und ist auf Wunsch auch mit Hausbesuchen verbunden. Erreichbar ist dieser Dienst in Warendorf unter Tel. 0 25 81/ 53 53 23 und in Ahlen unter Tel. 0 23 82/ 91 01 12.

 


Die aktuellen Zahlen zur Säuglingssterblichkeit im Kreis Warendorf stellte die Gesundheitswissenschaftlerin Petra Lummer vom  Kreisgesundheitsamt vor. Die Säuglingssterblichkeit gilt in der Fachwelt als Indikator für die allgemeine Qualität der Lebensverhältnisse, z.B. der sozialen Lage und der medizinischen Betreuung. Hier steht der Kreis Warendorf mit ca. 3,3 Säuglingssterbefällen pro 1000 Lebendgeborenen sehr gut da. Zum Vergleich: In Münster liegt bei 4,6 Promille - dieser Wert entspricht exakt dem Landesdurchschnitt.