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54 neue Medienscouts für den Kreis Warendorf

Am Dienstag, 26.01.2016, wurde das Warendorfer Gymnasium Laurentianum zum Schauplatz für den Start in eine neue Runde des Projektes „Medienscouts“.

Bereits im vierten Jahr führt das Netzwerk Medien im Kreises Warendorf nunmehr dieses Projekt der Landesanstalt für Medien durch und hat in dieser Zeit kreisweit bereits 186 Schüler/innen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter/innen aus 31 Schulen zu Medienscouts ausgebildet. Das Angebot zur Qualifizierung zum Medienscout er­möglicht es den Schulen, Ansprechpartner/innen rund um Fragen zu Nutzen und Gefahren in einer medialen Welt im schulischen Alltag aufzugreifen und zu be­ant­worten.

Am Dienstag starteten nun neun weitere Schulen aus dem Kreis Warendorf (mit jeweils zwei Lehrkräften oder Schulsozialarbeiter/innen und vier Schüler/innen) in die aus insgesamt vier Fachtagen zu verschiedenen Themen rund um die virtuellen Medien bestehende Ausbildung.

Referent Klaus Liedtke vom Fachdienst Jugendamt der Stadt Oelde führte die ins­gesamt 54 Freiwilligen durch das Oberthema der Selbstregulation und erläuterte, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation eine Schlüsselkompetenz für lebenslanges Lernen ist.

Dies konnten die Teilnehmer/innen dann in Workshops und Gruppenarbeiten auch ganz praktisch selbst erfahren, indem sie gruppenweise beispielsweise Bilder von zehn Alltagssituationen wie Partybesuch, Anfertigung von Hausaufgaben, Heraus­gabe von Bank- oder Adressdaten oder eigene Nacktbilder an einem Seil danach po­sitionieren sollten, je nachdem ob sie die Veröffentlichung dieser Situationen im In­ternet bedenklich oder weniger bedenklich finden. Besondere Pikanterie erfuhr die­ses Experiment dadurch, dass die Gruppen eingeteilt waren in Mädchen, Jungen und Erwachsene. Hier zeigte sich beispielsweise, dass die Gruppen der Jugendlichen sich schnell und effizient selbst organisierten und sich auch weitgehend einig über die jeweilige Positionierung waren, während die Gruppe der Lehrkräfte und Schul­so­zi­al­arbeiter/innen sich eher schwer tat – sowohl mit der Organisation als auch mit der in­neren Einigung.

Im weiteren Verlauf wurde darüber diskutiert, wie man mit Informationen umgeht, die man über andere erhält, unter der Fragestellung Löschen, Behalten oder Weiter­lei­ten. Zum Abschluss wurden beispielhaft in gemischten Kleingruppen jeweils zehn Regeln für den Umgang mit Medien erarbeitet.

In mehreren Inputphasen wurden darüber hinaus durch Referentin Karina Čajo, Kri­minalhauptkommissarin bei der Präventionsdienststelle der Kreispolizeibehörde Wa­rendorf, Informationen zur Gesetzeslage und zum Datenschutz vorgestellt.

Zunächst wurden die Teilnehmer/innen mit den Paragraphen des Strafgesetzbuches und des Kunsturhebergesetzes vertraut gemacht, die sich mit dem Anfertigen und Verbreiten von Aufnahmen beschäftigen und konnten ihr Wissen an mehreren all­täglich vorkommenden Situationen testen: Ist es ok, ein Foto von meiner Freundin zu machen, wenn sie schläft? Darf ich Bilder oder Videos von anderen Personen ohne Einverständnis weiter verschicken oder Freunden zeigen? Was darf ich mit einem Bild machen, das ich mit Einverständnis geknipst habe? Es zeigte sich, dass die Ju­gendlichen bereits ein gutes Gespür dafür haben, was erlaubt ist, und was nicht.

Später wurden weiterhin Aspekte des Datenschutzes vorgestellt, Stichworte waren hierbei beispielsweise Phishing, Passwörter, Virenscanner und Firewalls, öffentliche Hot Spots und Online-Shopping.

So vorbereitet wurden die angehenden neuen Medienscouts am Nachmittag nach ei­nem langen Tag mit vielen Informationen entlassen, um an den drei noch folgenden Fachtagen bis Mai ihre Ausbildung zu vervollständigen.

 

 

Fachtag Sexting - Spaß oder Verbrechen? - Muss die Polizei kommen, wenn Jugendliche Nacktfotos verschicken?

Jugendliche schicken sich freizügige Handy-Schnappschüsse (sog. Sextings). Eltern und Pädagogen sind alarmiert. Zudem wird das Phänomen Sexting in der öffentlichen Berichterstattung vielfach diskutiert. Doch ist das Verschicken von erotischen Fotos über das Smartphone High-Tech-Flirt oder Pornografie?

 

Sexting wird vor allem dann zum Problem, wenn die selbstgeknipsten Nacktfotos ohne Einverständnis weitergeleitet werden, wenn die „Sexterin“ oder der „Sexter“ zum Gespött der Schule werden, wenn die Mitschüler die Bilder zum Mobbing nutzen, wenn letztlich das ganze Dorf das Foto gesehen hat.

 

Damit Schülerinnen und Schüler weder Opfer noch Täter werden lädt das Netzwerk Medien Sie zu diesem Fachtag ein. Wir wollen über das Phänomen Sexting informieren, über die rechtlichen Grundlagen aufklären und Möglichkeiten von Prävention und Intervention vorstellen und für Ihre Schule gemeinsam erarbeiten.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer Initiates file download"Sexting - Spaß oder Verbrechen?"