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Über 2000 Beteiligte wirkten am Integrationsbericht mit

Den Entwurf des Integrationsberichtes stellten Kreisdirektor Dr. Heinz Börger (l.), Landrat Dr. Olaf Gericke und Sozialplanerin Verena Schulte-Sienbeck vor.

- "Einander kennen lernen": Kreis Warendorf erstellt Handlungsprogramm -

 

Mit der Hilfe von über 2000 Bürgerinnen und Bürgern ist in den vergangenen zwei Jahren der Integrationsbericht des Kreises Warendorf entstanden. Der Entwurf wird in den nächsten Wochen durch die Gremien des Kreistags beraten und Anfang Juli beschlossen. Das Besondere dabei: der Bericht unter dem Titel "Einander kennen lernen" beschreibt nicht nur mit Daten und Fakten die Situation, sondern mündet in ein konkretes Handlungsprogramm.

 

Mehr als 80 Maßnahmen, die für eine Verbesserung der Integration wichtig sind, schlägt der Bericht vor. Dabei sind klare Prioritäten und Zuständigkeiten genannt. "Im Mittelpunkt stehen für uns die Bereiche Bildung und Sprache", erläuterte Landrat Dr. Olaf Gericke. Er betonte, dass es darauf ankomme, möglichst allen hier lebenden Menschen die volle Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu ermöglichen. "Dafür müssen wir früh die Weichen stellen und bei den Kindern anfangen", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke.

 

Deshalb hat der Kreis bereits einige Projekte auf den Weg gebracht – so zum Beispiel das Frühkindliche Integrationstraining (FIT), das schon jetzt an verschiedenen Kindergärten und Grundschulen im Kreis die Chancen von Kindern aus Zuwandererfamilien durch gezielte Förderung verbessern soll. Ein ganzheitliches Sprachförderkonzept für Grundschulkinder erarbeitet das Regionale Bildungsbüro des Kreises. Förderunterricht an weiterführenden Schulen, den Germanistikstudenten der Uni Münster für Kleingruppen erteilen werden, sind ein weiterer Baustein. Gesundheitslotsen, interkulturelle Qualifizierungen für Erzieherinnen, Elterntrainings und viele andere Angebote sollen darüber hinaus dazu beitragen, dass sich die Bevölkerungsgruppen im Kreis Warendorf besser kennen lernen.

 

"Schon während des laufenden Prozesses, zu dem Integrationsforen in den 13 Städten und Gemeinden gehörten, hat sich in den Köpfen etwas verändert", verwies Landrat Dr. Olaf Gericke auf die gute Atmosphäre in vielen Gesprächen. Deren Ergebnisse flossen in den Integrationsbericht ein. Als erster Münsterland-Kreis hat der Kreis Warendorf mit Unterstützung des Landes NRW einen solchen Bericht erstellt.

 

Am Montag, 5. Juli, findet um 17 Uhr im Sparkassenforum Warendorf eine kreisweite Integrationskonferenz statt, bei der der Bericht nach der Beratung und Beschlussfassung im Kreistag vorgestellt wird.