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Kreis Warendorf holt europäischen Energie-Oscar - Preisverleihung am 13. Januar 2011

Landrat Dr. Olaf Gericke (5.v.l.) dankte dem Kreis-Energieteam für seinen bisherigen Einsatz. V.l.n.r: Rainer Tippkötter (eea-Berater des Kreises), Petra Michalczak-Hülsmann (gfw-Geschäftsführerin), Thomas Fromme (Pressestelle), Bernhard Gröpper (Energieteamleiter), Auditor Leonard Meyer, Martin Terwey (Amt für Planung und Naturschutz), Christel Löckmann (Amt für Schule, Kultur und Sport), Hendrik Borgstedt (Hochbau und Liegenschaften/Kämmerei), Markus Pahlenkemper (AWG), Mareen König (Haupt- und Personalamt) und Norbert Knab (Amt für Umweltschutz).

Anders als beim Eurovision Song Contest mussten die Teilnehmer am European Energy Award (eea) nicht singen. Statt leichter Unterhaltung war nüchterne Arbeit mit Listen und Tabellen gefragt. Doch wie in Oslo gab es am Ende Punkte. Mit  232,9 erhielt der Kreis Warendorf fast so viele Punkte wie Lena in Oslo. Mehr als genug auf jeden Fall, um als einer der ersten beiden deutschen Kreise die Anforderungen für eine Auszeichnung mit dem European Energy Award (eea) zu erfüllen. Die Preisverleihung erfolgt am 13. Januar in Bottrop.

 

Landrat Dr. Olaf Gericke dankte den Mitgliedern des Kreis-Energieteams für ihre tolle ämterübergreifende Zusammenarbeit. Aus verschiedenen Ämtern sowie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw) und der Abfallfwirtschaftsgesellschaft (AWG) haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den eea an einen Tisch gesetzt.

 

"Ich freue mich sehr über den Erfolg. Die Auszeichnung verdeutlicht, auf wie vielen Feldern wir in dieser wichtigen Zukunftsfrage gut aufgestellt sind. Neben dem Umweltschutz hat der effiziente Einsatz von Energie den ebenso wichtigen Vorteil, dass wir als öffentliche Verwaltung viel Geld sparen", erläuterte Landrat Dr. Olaf Gericke.

 

Auf etwa 450.000 Euro pro Jahr lassen sich die Einsparungen beziffern, die der Kreis durch Sanierungen von Gebäuden und den Austausch von Heizungsanlagen bislang bereits ausgelöst hat. So konnte man innerhalb von 18 Jahren etwa 50 Prozent CO2 einsparen und die Energierechnung trotz stark gestiegener Preise nahezu stabil halten. Nicht nur für den Klimaschutz rechnet sich langfristig auch der Einsatz von regenerativen Energien, auf die der Kreis verstärkt setzt.

 

Mit  hochgedämmten Fassaden und Flachdächern, modernen Heizungsanlagen wie Holzpellets- und Hackschnitzelanlagen, die in kreiseigenen Gebäuden wie Berufskollegs bereits in Betrieb sind bzw. eingebaut werden sollen, konnte der Kreis beim eea punkten. Weitere Projekte wie die Nutzung von Energie aus Wallheckenschnitt sowie die Vermietung von  Dachflächen an private Investoren für Photovoltaikanlagen sowie Anreize für umweltschonende Mobilität wurden von Auditor Leonard Meyer (Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt) positiv bewertet.

 

Das galt vor allem für den vom Kreistag im Sommer 2009 beschlossenen Maßnahmenplans mit  80 Einzelprojekten. Besonders fiel ins Gewicht, dass der Kreis zahlreiche im eea-Maßnahmenplan beschlossene Projekte bereits auf den Weg gebracht oder umgesetzt hat. So wurden Berufskollegs energetisch saniert, das Projekt Ökoprofit zur Förderung des Klimaschutzes in Betrieben gestartet, die private Altbausanierung durch Fortsetzung der Gemeinschaftsaktion "Energi(e)sch sparen" in 3000 Haushalten gefördert, der Radwegebau vorangetrieben und ein Training zum energiesparenden Fahren für Kreismitarbeiter durchgeführt.

 

Für die sieben deutschen Kreise, die am eea teilnehmen, ist die Modellphase nun beendet. Zuvor war die Teilnahme Städten und Gemeinden vorbehalten. Im Modellversuch sind die eea-Maßstäbe auf die Kreisebene angepasst worden.  Der Kreis Gütersloh, der ebenfalls bereits zertifiziert wurde, und der Rheinisch-Bergische Kreis sind die beiden anderen Teilnehmer aus NRW.

 

Der aktuelle Stand des Maßnahmenplans ist hier nachzulesen.