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FIT - Frühkindliches IntegrationsTraining

Hintergrund

Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um im Bildungssystem bestehen zu können. Eine gezielte Sprachförderung muss bereits im Kindergarten beginnen. Ziel soll es sein, die Kinder so zu fördern, dass sie zur Einschulung in der Lage sind, dem Unterricht in deutscher Sprache zu folgen. Häufig wird allerdings das Sprachproblem vom Kindergarten in die Grundschule hineinverlagert.

 

Die Sprachförderung, die derzeit in den Kindergärten durchgeführt wird, reicht oftmals nicht aus. Der hohe Anteil der Kinder im Kreis Warendorf, bei dem ein Sprachförderbedarf festgestellt wurde (19 %), hat einen hohen Bedarf an Unterstützung. Dabei ist festzustellen, dass nicht nur Kinder mit einem Migrationshintergrund einen Sprachförderbedarf haben, sondern auch viele deutsche Kinder.

 

Erforderlich sind besondere Unterstützungsmaßnahmen sowohl für die betroffenen Kinder selbst als auch für das Personal in den Tageseinrichtungen, um den Mehrbedarf für die Kinder sicherzustellen.

 

Inhalt

Das Projekt "FIT" möchte ein auf die betroffenen Kinder abgestimmtes Konzept erarbeiten, dass eine ganzheitliche Förderung der Kinder einschließt. Die Fördermaßnahmen setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die bereits z.T. über mehrere Jahre, von der Hauptstelle der RAAs (Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) erprobt wurden. Bei der Umsetzung der Bausteine werden Mitarbeiter der RAA vor Ort behilflich sein.

 

Ein Baustein ist das Programm "Rucksack", das sowohl im Kindergarten als auch in der ersten Klasse der Grundschule eingesetzt werden soll. "Rucksack" zielt auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung der deutschen Sprache und der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Dabei werden Mütter, Erzieherinnen und Erzieher Partner für die Sprachförderung der Kinder. Speziell die Mütter werden als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen.

 

Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass die Fördermaßnahmen sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule durchgeführt werden. Nur so ist eine nahtlose Förderung gewährleistet. Dazu werden die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifiziert.

FIT Frühkindliches Integrations- Training

 

   

Das Projekt "FIT" legt in der Elternbildung einen weiteren Schwerpunkt. Bedeutsam für den Erfolg der Maßnahmen ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, häufig mit den Müttern. Dabei spielt die Aufklärung über die Erziehungsaufgaben der Eltern und die Grenzen der Kindergärten und Schulen eine wichtige Rolle. Nur wenn die Förderung im Elternhaus unterstützt und fortgeführt wird, können die Kinder ihre Defizite aufarbeiten und eine erfolgreiche Bildungslaufbahn einschlagen.

 

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund eine wichtige Schnittstelle, denn hier werden die Weichen für eine erfolgreiche Bildungskarriere gestellt. Allzu oft wird beobachtet, dass die Grundschulen äußerst unzureichend über den tatsächlichen Entwicklungsstand des Kindes informiert sind. Erkannte Defizite bei den Kindern werden nicht vermittelt, so dass eine entsprechende Förderungsunterbrechung wahrscheinlich ist. So fallen Probleme von Kindern in der Grundschule erst sehr spät auf, obwohl diese bereits im Kindergarten bekannt waren. Häufig ist der Informationsfluss zwischen den beiden Instanzen nicht gegeben. So wissen viele Erzieherinnen mitunter nicht, welche Anforderungen die Grundschule an den Bildungsprozess der Kinder stellen.

Um die Schnittstelle zwischen Kindergarten und Grundschule zu optimieren, sieht das Projekt "FIT" vor, ein abgestimmtes Übergangsmanagement zwischen den beiden Instanzen zu entwickeln.

 

Dazu sind folgende Schwerpunkte geplant:

1. Wissenstransfer zwischen den Einrichtungen

  •  Anforderungen der Grundschule an die Kinder
  • Entwicklungsdokumentation der Kindergartenkinder (Stärken- und Schwächenanalyse)
  • Aufbau der Sprachförderung im Kindergarten

2. Entwicklung von didaktischem Fördermaterial, das auf die Anforderungen vorbereitet

  • Entwicklung von Lern-Materialien (Arbeitsblätter zum Ausmalen, Hörspiele, Geschichten, Arbeitsblätter)
  • spielerischer Einstieg in die Themen der ersten Klasse
  • Vermittlung der Verhaltensregeln in der Schule

3. Vernetzungsarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule, durch z.B.:

  • Übergangskonferenzen vor der Einschulung
  • Elternarbeit
  • Entwicklung gemeinsamer Lern- und Bildungsziele

  

Am Rand der Seite finden Sie eine Übersicht über die Teams, die an dem Modellprojekt teilnehmen.

 

 

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