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Wirtschaft und Zuwanderung Thema beim Integrationsforum in Oelde

"Vielfalt als Chance" – unter diesem Motto hatten der Kreis Warendorf und die Stadt Oelde am Montag, dem 15. März, insbesondere Unternehmer aus Oelde, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie der Wohlfahrtsverbände und Migrantenorganisationen zum Integrationsforum ins Carl-Haver-Forum eingeladen.

In zwölf Städten und Gemeinden hat der Kreis Warendorf bereits Integrationsforen durchgeführt, um mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen. Über 2000 Menschen haben sich daran beteiligt und ihre Erfahrungen und Anregungen in den Integrationsbericht des Kreises Warendorf eingebracht.

In Oelde stand das Thema "Wirtschaft und Zuwanderung" im Mittelpunkt. Welche Strategien müssen die Akteure des Arbeitsmarktes entwickeln, um die Potenziale  von Migrantinnen und Migranten zu nutzen? Welche Vorteile können sich für die Unternehmen aus der Interkulturalität ergeben? Diese und andere Fragen wurden diskutiert.

In seiner Begrüßung berichtete Bürgermeister Karl-Friedrich Knop über die vielfältigen Aktivitäten zur Förderung der Integration in Oelde. Besonders stellte er das Engagement der zahlreich vertretenen Integrationslotsen heraus.

Landrat Dr. Gericke machte in seiner Rede deutlich, dass Bildung und Sprache das A und O der Integration sind. Die Bevölkerung werde immer weniger, älter und bunter. Bereits heute komme fast jedes dritte Kind, das in Oelde eine Kindertageseinrichtung besucht, aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte. Die Ressourcen und Potentiale dieser Kinder und Jugendlichen müssten erkannt und gefördert werden. Dr. Gericke warb bei den anwesenden Unternehmen darum, die Charta der Vielfalt, ein Bekenntnis zu Vielfalt, Fairness und Wertschätzung, zu unterzeichnen. Auch der Kreis Warendorf wolle sich dieser Initiative anschließen.

Dr. Festge berichtete in seinem Vortrag anschaulich, dass es sich für sein Unternehmen Haver & Boecker OHG auszahlt, auch auf die Qualifikation von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund zu setzen. Nicht nur für die Erschließung ausländischer Märkte seien die Sprachkenntnisse dieser Arbeitnehmer aus zurzeit 17 verschiedenen Nationen eine wertvolle Ressource.

Knapp 70 Teilnehmer diskutierten anschließend engagiert in drei Gruppen über die Chancen kultureller Vielfalt im Unternehmen und Strategien zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt.

Die vielen Ideen und Anregungen aus den Foren fließen in den Integrationsbericht des Kreises Warendorf ein. Dieser Bericht wird auf der kreisweiten Integrationskonferenz am 05.07.2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.