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Berührungsängste abbauen: Alle Welt in Sendenhorst

Ein gutes Beispiel für gelebte Integration in Sendenhorst ist die Streetdance-Gruppe "Young Generation" des Jugendzentrum, der Mitglieder aus fünf Nationen angehören.
Auf große Resonanz stieß das Integrationsforum im Haus Siekmann, zu dem der Kreis Warendorf und die Stadt Sendenhorst eingeladen hatten.
"Camino Real, die Schulband der Realschule St. Martin, sorgte mit ihren musikalischen Beiträgen für gute Stimmung.
Bürgermeister Berthold Streffing schilderte Simone Reher die Ausgangslage in der Stadt Sendenhorst.
Kreisdirektor Dr. Heinz Börger schilderte Moderatorin Simone Reher die Ziele des Integrationsberichtes, den der Kreis derzeit mit breiter Beteiligung der Bürger erstellt.
In vier Gesprächsrunden brachten Bürger mit und ohne Zuwanderungshintergrund ihre Anregungen zur Integration in Sendenhorst ein.

„Alle Welt in Sendenhorst“ – diesem Motto wurde das Integrationsforum gerecht, das am Samstag (30. Januar) im Haus Siekmann stattfand. Kreisdirektor Dr. Heinz Börger und Bürgermeister Berthold Streffing begrüßten gut 100 Teilnehmer. Viele Sendenhorster und Sendenhorsterinnen unterschiedlicher Herkunft waren der Einladung des Kreises Warendorf und der Stadt gefolgt und brachten in vier Gesprächskreisen ihre persönliche Sichtweise ein.

Im Interview mit Moderatorin Simone Reher (Radio WAF) erklärten Bürgermeister und Kreisdirektor, dass sie sich viele Anregungen von dem Forum erhofften. Ihre Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden. Doch neben den inhaltlichen Aspekten kam auch die Unterhaltung nicht zur kurz. Für gute Stimmung sorgten die Schulband der Realschule St. Martin, „Camino Real“ (Der Königsweg) unter der Leitung von Musiklehrer Matthias Sauerland sowie die Tanzgruppe „Young Generation“. Diese Gruppe des Jugendzentrums ist ein gutes Beispiel für praktische Integration in Sendenhorst. Die Mitglieder gehören fünf Nationalitäten an. Beim "Dance-Sensation",  einem landesweiten Street-Dance und Hip-Hop-Wettbewerb, belegten die Sendenhorster gerade den zweiten Platz unter 15 Teilnehmern. 

Der Deutsch-Ausländische Freundeskreis, Pax Christi, der Verein FIZ und die Teigelkampschule informierten an Info-Ständen über ihre Arbeit. Für die jüngsten Besucherinnen und Besucher bot das Jugendwerk eine Betreuung im Jugendzentrum an.

Bei den Gesprächsrunden wurde schnell klar: Die Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund ist für Stadt und Kreis eine wichtige Aufgabe – und in Sendenhorst müssen die Beteiligten längst nicht mehr bei Null anfangen. 

Die  Ergebnisse der Gesprächsrunden fassten Verena Schulte-Sienbeck, für die Integration zuständige Sozialplanerin des Kreises Warendorf, und ihre Kollegen Wolfgang Rüting (Jugendamtsleiter), Brigitte Klausmeier (Soziamtsleiterin) und Ludger Meinersmann (Leiter der Ausländerbehörde beim Kreisordnungsamt) zusammen. 

In Sendenhorst werde bereits sehr viel ehrenamtliche Integrationsarbeit geleistet; vor allem die Arbeit des DAF sei für Sendenhorst unverzichtbar.

Neben der Bedeutung von deutschen Sprachkenntnissen für die Integration sei  auch über die Situation am Arbeitsmarkt gesprochen worden. Probleme gebe es hier v.a., weil Im Ausland absolvierte Schulabschlüsse und Berufsausbildungen oft nicht anerkannt würden. Als besonders schwierig sei die Lebenssituation von Menschen mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus geschildert worden. Insgesamt bestehe der Wunsch nach mehr Kontakt zwischen den Kulturen. Dieser ergebe sich selbst im Kindergartenalter nicht von allein, da die Familien in der Freizeit oft getrennte Wege gingen. Als konkrete Vorschläge wurde festgehalten, in Sendenhorst wieder internationale Kochkurse anzubieten oder auch die Arbeit der lokalen Vereine im Rahmen eines Sommerfestes vorzustellen. 

„Das ist das kreisweit zwölfte Integrationsforum“, erklärte Kreisdirektor Dr. Heinz Börger. Die Ergebnisse der lokalen Foren werden festgehalten – sie fließen ein in den Integrationsbericht des Kreises. Der wird im Anschluss an die noch ausstehende Veranstaltung in Oelde erstellt – am 15. März geht es im Carl-Haver-Forum um das Thema Chancen für die Wirtschaft durch Zuwanderung. "Wir wollen keinen Bericht für die Schublade erstellen, sondern ein Konzept zur Verbesserung der Integration", erläuterte der Kreisdirektor.