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Integrationsforum in Warendorf

Die Lotsen Gerhard Schiffmann und Elisabeth Steltenkamp gaben Moderatorin Simone Reher (Mitte) Auskunft über ihre Aufgaben.
Der rasante Auftritt von zwei Hip-Hop-Tänzerinnen aus dem Jugendzentrum HOT sorgte für Begeisterung.
Dank der Mitarbeiterinnen des Kindergartens St. Laurentius kam auch bei den jüngsten Besuchern des Integrationsforums keine Langeweile auf.
In Gesprächskreisen zu vier Themen rund um die Integration brachten Bürger mit und ohne Zuwanderungshintergrund Anregungen ein.
Die Ergebnisse der Gesprächsrunden wurden auf Tafeln notiert und von den Moderatoren für alle Teilnehmer des Integrationsforums zusammengefasst.
Die türkischen Gitarristen Kaan Ukray und Ugur Erdogangil sorgten für die musikalische Unterhaltung.

Große Beteiligung an Gesprächskreisen 

Ehrenamtliche Lotsen sollen in Warendorf Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Beim Integrationsforum, zu dem die Stadt und der Kreis Warendorf gemeinsam eingeladen hatten, berichteten Elisabeth Steltenkamp und Gerhard Schiffmann über ihre Aufgaben als Lotsen. Zudem gab es aktuelle Informationen über den Integrationsworkshop der Stadt. Vor allem aber prägten gute und intensive Gespräche die Veranstaltung in der Aula der von-Ketteler-Schule.

 

Zu Lotsen werden in der Stadt Warendorf 15 Ehrenamtliche mit und ohne Migrationshintergrund im Rahmen des Landesprojektes "KOMM-IN" ausgebildet. Durch Besuche und Gespräche in Schulen und Kindergärten wollen Lotsen wie Gerhard Schiffmann und Elisabeth Steltenkamp dafür sorgen, die Kontakte zwischen Zuwanderern zu verbessern und in alltäglichen Fragen Hilfestellungen zu geben. Jedes vierte Kind in den Warendorfer Grundschulen kommt aus einer Familie mit Zuwanderungshintergrund.

 

Fast alle der etwa 60 Teilnehmer, darunter viele Bürger mit Zuwanderungshintergrund, brachten in den vier Gesprächsrunden Anregungen ein. Jeweils eines der folgenden vier Themen stand dabei im Mittelpunkt: 1. Förderung von Migrantenselbstorganisationen, 2. Migration, Integration und Toleranz in Warendorf, 3. interkulturelle Öffnung und 4. politische Teilhabe.  "Die Beteiligung und die Atmosphäre in den Gesprächskreisen waren sehr gut",  lobte Verena Schulte-Sienbeck. Die Sozialplanerin ist für das Integrationsprojekt des Kreises Warendorf zuständig. Zusammen mit den Städten und Gemeinden führt der Kreis vor Ort Integrationsforen durch. Die Ergebnisse werden in den kreisweiten Integrationsbericht einfließen, den der Kreis im nächsten Jahr vorlegen wird.

 

"Wir wollen von den Betroffenen selbst und den Fachleuten in den Kommunen  hören, wo es Probleme gibt. Der Bericht soll nicht in der Schublade verschwinden, sondern wir werden konkrete Handlungsempfehlungen daraus ableiten", erklärte Kreisdirektor Dr. Heinz Börger bei der Begrüßung. Zusammen mit dem 1. Beigeordneten der Stadt Warendorf, Dr. Martin Thormann, hatte der Kreisdirektor das Integrationsforum eröffnet.

 

Vor allem gehe es bei der Integrationsarbeit darum, dass sich die Gruppen besser kennen lernen und mehr übereinander erfahren. "Deshalb steht unser Projekt unter der Überschrift "Einander kennen lernen", sagte Dr. Börger. Alle Beteiligten müssten aufeinander zu gehen. Das A und O sei nach wie vor die Sprache. Damit das Zusammenleben besser klappe und  jedem Bürger die volle Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen  Leben mögliche werde, müssten die Bildungschancen für Kinder mit Zuwanderungshintergrund verbessert werden. Dazu hat der Kreis schon in diesem Jahr die Projekte Frühkindliches Integrationstraining und Förderunterricht für Schüler mit Migrationshintergrund angeschoben.

 

Da die Stadt Warendorf in der Frage der Integration sehr aktiv ist und ein eigenes Projekt durchführt, ergaben sich neben dem Lotsenprojekt zahlreiche weitere Anknüpfungspunkte. "Durch das kreisweite Projekt erfahren wir auch, welche guten Beispiele es gibt, die vielleicht an anderen Orten kopiert werden können", sagte Verena Schulte-Sienbeck.

 

Die türkischen Gitarristen Kaan Ukray und Ugur Erdogangil sorgten für die musikalische Unterhaltung. Höhepunkt im Rahmenpogramm war der rasante Auftritt von zwei Hip-Hop-Tänzerinnen aus dem Jugendzentrum HOT, der das Publikum begeisterte.