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Kleine Klimakonferenz im Kreishaus

Kämmerer Dr. Stefan Funke (l.) bedankte sich bei Udo Schmermer (3.v.l.), dem Berater des Kreises beim European Energy Award, mit einer Radtasche und einer Kreiskarte für die gute Zusammenarbeit. Nach Ende des Modellversuchs berät Rainer Tippkötter (r.) das Energieteam unter der Leitung von Bernhard Gröpper (2.v.r.). Auditor Leonard Meyer (2.v.l.) könnte schon bald grünes Licht für eine Auszeichnung mit dem europäischen Energie-Oscar geben.

- Auszeichnung mit dem "europäischen Energie-Oscar" ist dem Kreis Warendorf nicht mehr zu nehmen - 

 

Während in Kopenhagen die Weltklimakonferenz tagte, kam es im Warendorfer Kreishaus zu einem kleinen Klimatreffen. Das Energieteam des Kreises Warendorf nahm jetzt eine weitere Hürde für den europäischen "Energie-Oscar". Beim Zwischenaudit für den European Energy Award®, bei dem der Einsatz für den Klimaschutz bewertet wird, konnte der Kreis punkten. Dass es bei der Schlussüberprüfung im ersten Halbjahr 2010 für eine Auszeichnung reichen wird, steht damit schon fest.

 

"Sie haben ein sehr hohes Tempo vorgelegt und liegen in Nordrhein-Westfalen an der Spitze", lobte Udo Schmermer. Der Mitarbeiter der Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt (B.&S.U.) hat den Kreis Warendorf in der Modellphase beraten. Dr. Stefan Funke, Kämmerer und Personaldezernent des Kreises, zeigte sich beeindruckt von der ämterübergreifenden Zusammenarbeit im Energieteam unter der Leitung von Bernhard Gröpper, dem Energiebeauftragten des Kreises. Dem Team gehören Mitarbeiter aus verschiedenen Ämtern sowie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und der Abfallfwirtschaftsgesellschaft (AWG) an.

 

Für den Kreis Warendorf und die sechs weiteren deutschen Kreise, die sich um den eea bewerben, wird es jetzt ernst: Die Phase des Modellversuchs ist beendet, die Bewertungskriterien für Kreise stehen fest. Bislang konnten nur Städte und Gemeinden beim eea mitmachen. Mit Hilfe der Teilnehmer des Modellversuchs sind seit Ende 2008 die eea-Maßstäbe auf die Ebene der Kreise angepasst worden. Der Kreis Gütersloh und der Rheinisch-Bergische Kreis sind die beiden anderen Teilnehmer aus NRW.

 

Beim Zwischenaudit wirkte sich positiv aus, dass der Kreis Warendorf einige der im Sommer von der Politik beschlossenen Maßnahmen bereits auf den Weg gebracht bzw. schon umgesetzt hat. So wurden Berufskollegs energetisch saniert, das Projekt Ökoprofit zur Förderung des Klimaschutzes in Betrieben gestartet, die Altbausanierung durch Fortsetzung der Haus-zu-Haus-Beratung fortgesetzt, der Radwegebau vorangetrieben, ein Training zum energiesparenden Fahren für Kreismitarbeiter durchgeführt und vieles mehr. Der komplette Maßnahmenplan ist im eea-Bericht des Kreises nachzulesen. Weitere Informationen zum eea gibt es auf der Kreis-Homepage in der Rubrik Umwelt. 

 

Kräftig punkten konnte der Kreis mit einigen bereits in der Vergangenheit umgesetzten Maßnahmen. Dazu zählen das vorbildliche Gebäudemanagement und ein effizienter Einsatz von Energie sowie Erneuerbarer Energiequellen. Gelobt wurden auch die Hausmeister, die in den Kreis-Gebäuden praktisch die Rolle von Energiemanagern übernehmen. So konnte der Kreis Warendorf gegenüber 1992 bereits 50 Prozent  CO2 einsparen.

 

Für das Zwischenaudit machte sich Auditor Leonard Meyer (B&.S.U), der an der Energieteamsitzung teilnahm, ein genaues Bild. Die Rolle des eea-Beraters für den Kreis Warendorf übernimmt nach dem Ende des Modellversuchs jetzt Rainer Tippkötter von der Infas Enermetic (Integrale Facility Management Systeme) GmbH aus Emsdetten.