Energiebericht
Der Energiebericht für die Immobilien des Kreises Warendorf für den Zeitraum 1992 - 2011. Dieser liegt im pdf-Format (12 MB) vor. [Zum Download]
Servicezusagen
Mit dem Ziel, noch wirtschafts- freundlicher zu agieren, haben die Städte und Gemeinden und der Kreis die folgenden Servicezusagen für alle Unternehmen formuliert, die sich mit ihren vielschichtigen Belangen an die Verwaltungen wenden.
[ausführlich]
"Nur verantwortungsvolles Verhalten bietet Schutz vor HIV-Infektion"
- Weltaidstag am 1. Dezember: Interview mit Dr. Anja Röhnelt von der Aidsberatung des Kreisgesundheitsamtes -
Zum 21. Mal wird am 1. Dezember der Weltaidstag begangen. Die rote Schleife als Symbol für Solidarität mit HIV-Positiven und Aidskranken, aber auch für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit, ist mittlerweile etabliert. In Deutschland haben schätzungsweise knapp 70.000 Menschen eine HIV-Infektion. Nach wie vor ist die Krankheit unheilbar. Vor dem Weltaidstag am Dienstag sprachen wir mit Dr. Anja Röhnelt. Sie ist im Gesundheitsamt des Kreises Warendorf für die Aidsberatung verantwortlich.
Frage: Fast 30 Jahre, nachdem Aids und HIV erstmals ein Thema wurden, ist die Ansteckungsgefahr keineswegs gebannt. Abgesehen vom bevorstehenden Weltaidstag ist es jedoch recht ruhig geworden um das Thema. Hat die Krankheit ihren Schrecken verloren?
Dr. Anja Röhnelt: Anfang der 80er Jahre, zu Beginn der Epidemie, hatten die Betroffenen oft nur noch eine geringe Lebenserwartung. Heute steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die das Voranschreiten der Krankheit bremsen und das Auftreten von Symptomen verhindern oder zumindest hinausschieben können. Die Infektion ist aber nach wie vor unheilbar und hat deshalb ihren Schrecken keineswegs verloren. Das Virus kann nicht aus dem Körper entfernt werden. Und die Medikamente, die es gibt, haben teilweise schwere Nebenwirkungen.
Frage: Welche Angebote macht die Aidsberatung des Kreisgesundheitsamtes?
Dr. Röhnelt: Wir bieten eine individuelle, anonyme und kostenlose Beratung an. Zudem führen wir HIV-Tests durch - ebenfalls kostenlos und anonym.
Frage: Wer kommt zu Ihnen - und wie kann man einen Termin vereinbaren?
Dr. Röhnelt: Zu mir kommen Menschen, die Angst haben, dass sie sich durch riskantes Verhalten mit HIV infiziert haben. Andere möchten, bevor sie in ihrer festen Partnerschaft ungeschützten Verkehr praktizieren, klären, ob sie das Virus in sich tragen. Einen kurzfristigen Termin können Interessierte telefonisch unter 0 25 81/53-53 12, oder per E- Mail: anja.roehnelt@kreis-warendorf.de vereinbaren.
Frage: Gibt es weitere Hilfen im Kreis Warendorf?
Dr. Röhnelt: Bei der Aidshilfe Ahlen, mit der wir kooperieren, kann man sich ebenfalls beraten lassen. Sie ist Anlaufstelle für Menschen, die sich mit HIV infiziert haben. Außerdem bietet die Aidshilfe Informationsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen an, z.B. an Schulen. Auch in diesem Bereich arbeiten wir als Gesundheitsamt mit der Aidshilfe eng zusammen. Erste Informationen gibt es auf unserer Internetseite www.kreis-warendorf.de. Dort sind in der Rubrik Gesundheit im Bereich Medizinischer Dienst unsere Angebote sowie Hinweise und Links, z.B. zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), nachzulesen.
Frage: Haben Sie den Eindruck, dass die Aufklärung über Aids bislang erfolgreich war?
Dr. Röhnelt: Ja, auf jeden Fall. Ein Beleg dafür sind die im internationalen Vergleich niedrigen Zahlen an Neudiagnosen in Deutschland. Doch wir dürfen bei der Aufklärungs- und Präventionsarbeit nicht locker lassen.
Frage: Wo setzen Sie bei der Aufklärungsarbeit die Schwerpunkte?
Dr. Röhnelt: Unsere wichtigste Zielgruppe sind die Jugendlichen. Sie stehen am Anfang ihrer sexuellen Aktivität, wechseln häufiger den Partner oder lassen sich auf riskante Abenteuer ein. Manche wissen wenig über die Infektionsrisiken oder gehen sorglos damit um. Wir müssen deutlich machen, dass nur die Benutzung von Kondomen oder Enthaltsamkeit vor Ansteckung schützen. Das Wissen um Safer Sex ist die eine Seite, die andere ist die Bereitschaft, sich entsprechend zu verhalten.
Frage: Welche Aktionen finden zum Weltaidstag am 1. Dezember im Kreis Warendorf statt?
Dr. Röhnelt: Am Berufskolleg Warendorf macht eine Klasse an Ständen auf das Thema aufmerksam. Beim Ahlener Adventsmarkt ist die Aidshilfe mit einem Aktionsstand beteiligt. Im Rahmen der Aktion "Patenschaft für einen Tag" beteiligen sich sieben Schulklassen sowie acht weitere Kooperationspartner aus dem Kreisgebiet mit verschiedenen Projekten. Sie werden am 4. Dezember ab 17 Uhr in der Lohnhalle der Zeche Westfalen vorgestellt.




