Springe zum Inhalt Springe zur Suche Springe zur Startseite

Fachleute aus 15 NRW-Kommunen besichtigen Energiespartechnik am Berufskolleg

Der Energiebeauftragte des Kreises Warendorf, Bernhard Gröpper (4.v.r.), Hubert Grobecker vom Büro e&u (5.v.r.) und Hausmeister Frank Löber (6.v.r.) besichtigten mit Fachleuten aus15 Kommunen in NRW die energiesparende neue Technik im Umkleidetrakt der Sporthalle des Berufskollegs.

- Maßnahmenpaket des Kreises für den European Energy Award  und umweltpolitisches Leitbild am 15. Juni im Ausschuss -

 

Für Frank Löber, den Hausmeister des Berufskollegs Warendorf, ist die energiesparende neue Technik mittlerweile Alltag. Neu war die mit Unterstützung der Sonne und Nutzung der Abwärme  konzipierte Heiz- und Warmwasseraufbereitungsanlage dagegen für eine Besuchergruppe. Aus verschiedenen Teilen Nordrhein-Westfalens waren kommunale Energieexperten zum Workshop  "Energiespartechnik in kommunalen Liegenschaften" ins Warendorfer Rathaus gekommen. Zum Programm der vom Büro e&u (Bielefeld) organisierten Tagung gehörte neben aktuellen Themen eine Besichtigung des sanierten Umkleidetraktes der Sporthalle am Berufskolleg des Kreises  als "Best-Practice-Beispiel".

 

Bernhard Gröpper, der Energiebeauftragte des Kreises Warendorf, erläuterte den Fachkollegen das 2008 umgesetzte innovative Konzept. Es hat schon im ersten Jahr zu deutlichen Einsparungen von Strom- und Heizenergie geführt. Eine verbesserte Dachisolierung und die neue Außenwanddämmung der Sporthalle, die derzeit erfolgen, wird zu noch besseren Ergebnissen führen. Das energiesparende Anlagenkonzept der Sporthalle umfasst die solarunterstützte Heiz- und Lüftungstechnik und berücksichtigt insbesondere auch die Trinkwasserhygiene in den Rohrsystemen der Sanitärtechnik. Auf den ersten Blick fielen den Energiefachleuten aus 15 Kommunen die farbigen Symbole und die Beschriftungen der Leitungen, Absperrhähne sowie die dargestellten Anlagenpläne auf. Durch die ausführliche Anlagendokumentation kann das Heiz - und Warmwassersystem auch zu Lehrzwecken im Schulalltag des Berufskollegs eingesetzt werden.

 

Nicht nur die Kreiskasse, sondern auch das Klima wird durch Investitionen wie diese und durch das seit Jahren konsequente Gebäude- und Energiemanagement geschont. "Eine genaue Erhebung der Verbrauchswerte an vielen unterschiedlichen Messstellen  ist die wichtigste Grundlage unseres Energiemanagements", erläuterte Bernhard Gröpper. So könnten Schwachstellen schnell erkannt und genaue Erfolgskontrollen durchgeführt werden.

 

Der Kreis Warendorf will seine Anstrengungen zum Klimaschutz weiter erhöhen. "Beim European Energy Award liegen wir sehr gut im Rennen und hoffen, bis Anfang 2010 als erster deutscher Kreis ausgezeichnet zu werden", sagte Kämmerer Dr. Stefan Funke. Das vom ämterübergreifenden Energieteam des Kreises aufgestellte Maßnahmenpaket für den EEA sowie ein Leitbild zur Umweltpolitik des Kreises legt die Verwaltung dem Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung des Kreises am 15. Juni zum Beschluss vor.