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Schulische Förderung der Kinder als wichtiges Thema – Bildung bei der Integration in Ahlen das A und O

Erstmals wurde der Integrationspreis der Stadt Ahlen verliehen, im Bild v.l: Birsen Budumlu, Petra Braach, Benedikt Ruhmöller, Marita Muermans, Dr. Olaf Gericke, Süheda Naiser, Rena Lohel, Adem Türkoglu, Ayser Uslu und Bilgin Ergün.
Sprachen in einer Podiumsdiskussion über die Situation in Ahlen, v. l.: Ludmila Krune, Veli Cubukcu, Adem Türkoglu, Benedikt Ruhmöller, Ulla Woltering, Mevlüt Kurnaz und Landrat Dr. Olaf Gericke.
Begeistert war das Publikum vom Unterhaltungsprogramm – u.a. mit dem Kabarettisten Murat Topal.
In kleinen Gruppen kamen Bürger bei der gemeinsamen Integrationskonferenz der Stadt und des Kreises ins Gespräch.
Von guter Atmosphäre gekennzeichnet waren die Gespräche. Die Moderatoren an den zehn Tischen konnten viele Anregungen für den Integrationsbericht des Kreises notieren.
An mehreren Tischen kamen die Teilnehmer ins Gespräch. Mitarbeiter von Kreis- und Stadt notierten die Anregungen.

- Kreis und Stadt führten gemeinsame Integrationskonferenz durch -

 

Zu einer gemeinsamen Integrationskonferenz hatten die Stadt Ahlen und der Kreis Warendorf ca. 50 Vertreter von Vereinen, Politik und Verwaltung sowie engagierte Einzelpersonen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte eingeladen.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Kreisdirektor Dr. Heinz Börger und Ausländerbeiratsvorsitzender Adem Türkoglu eröffneten das Forum zur Fragestellung, wie ein harmonisches und gedeihliches Zusammenleben in Ahlen gestaltet werden kann. In 10 Gesprächsgruppen kamen sich alle Beteiligten in guter Atmosphäre im Laufe des Nachmittags näher. Den regen Austausch erleichterte die Tatsache, dass die Teilnehmer mehrfach die Tische wechselten und so die Runden neu gemischt wurden.

 

"In vielen Gesprächen ging es darum, wie die Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund intensiviert werden können. Auch die schulische Förderung der Kinder war ein wichtiges Thema",  berichtete Verena Schulte-Sienbeck. Die Sozialplanerin ist beim Kreis für den Integrationsbericht zuständig. Bis Anfang 2010 werden die Ergebnisse aus Konferenzen in allen 13 Städten und Gemeinden in den Bericht einfließen. "Es geht uns dabei darum, dass wir von den Bürgern selbst erfahren, wo es besondere Probleme gibt und dass wir konkrete Handlungsempfehlungen erhalten", berichtet Kreisdirektor Dr. Heinz Börger. Noch während des laufenden und vom Land geförderten Berichtes hat der Kreis bereits erste neue Projekte wie das frühkindliche Integrationstraining (FIT) oder den Förderunterricht an weiterführenden Schulen, der im Februar 2010 starten wird, angeschoben.  

 

Ebenfalls gemeinsam führten die Stadt und der Kreis am gleichen Tag eine Abendveranstaltung zum bundesweiten Tag der Integration durch. Unter dem Motto „Zusammen ist besser“ erlebten rund 300 Gäste in der Aula der städtischen Realschule einen unterhaltsamen und informativen Abend. Erstmals wurde dabei der mit insgesamt 1000 Euro dotierte Integrationspreis der Stadt Ahlen verliehen. Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und der Vorsitzende des Ahlener Ausländerbeirates, Adem Türkoglu, überreichten die Auszeichnungen. Der erste Preis (400 Euro) ging an Süheda Naiser. Durch einen Kindertreff im Hochhaus am Stockpieper und Elterntreffs an Schulen fördert Sie den Austausch zwischen Menschen verschiedener Herkunft und leistet Hilfestellungen für benachteiligte Personengruppen. Zudem kümmert sich Frau Naiser informell und privat um Frauen die in Not geraten sind. Den zweiten Preis teilten sich die Diesterwegschule und die Barbaraschule, die jeweils 300 Euro erhielten. Für die Schulen nahmen Petra Braach und Marita Muermans die Auszeichnung entgegen. Insgesamt 13 Initiativen und Privatpersonen hatten sich um den Integrationspreis beworben.

 

Höhepunkt war der Auftritt des Kabarettisten Murat Topal. Er führte das begeisterte Publikum als deutscher Polizist türkischer Abstammung durch das einstündige Unterhaltungsprogramm. Mit Wortwitz nahm er die kleinen und

großen Unterschiede der deutschen und türkischen Bürger aufs Korn.  „Integrierst Du noch oder assimilierst Du schon?“, fragte er zum Thema „Integration in Deutschland.“ Auch Josephine Kronfli und Pit Budde sorgten mit ihren internationalen Liedern beim Publikum für Begeisterung. Maria Nortmann vom Integrationsteam der Stadt moderierte den unterhaltsamen Abend.

 

Bei einer Podiumsdiskussion standen zunächst die Ergebnisse der Konferenz am Nachmittag im Mittelpunkt. Moderiert wurde die Runde von Ulla Woltering, der Leiterin des städtischen Integrationsteams. Dabei wurde deutlich, dass Integration im Kopf stattfindet und nur durch die gewollte Zusammenarbeit aller Beteiligten erfolgen könne. Landrat Dr. Olaf Gericke betonte, dass das Motto des Integrationsprojektes im Kreis Warendorf,  „Einander kennen lernen“, nicht zufällig gewählt sei. Man müsse mehr übereinander wissen, damit Verständnis und Annäherung möglich sei, so der Landrat. "Bildung und Sprache stehen dabei im Mittelpunkt", so Dr. Gericke.