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Eltern, Kindergärten und Schulen arbeiten Hand in Hand für die frühkindliche Integration

Das Frühkindliche Integrationstraining im Kreis Warendorf wird von der Sparkasse Münsterland Ost und der Stiftung "Ein Herz für Kinder" unterstützt. Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) bedankte sich bei Markus Schabel, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, für das Engagement.

- FIT: Kreis Warendorf will eigenes Konzept für die Sprachförderung umsetzen -

 

Bei FIT ist der Name Programm: Es soll Kinder frühzeitig fit machen, damit sie bei der Einschulung dem Unterricht in deutscher Sprache folgen können.  Die Abkürzung FIT  steht für Frühkindliches IntegrationsTraining. Es setzt bereits im Kindergarten ein. Denn eine gezielte Sprachförderung ist in dieser frühen Phase besonders sinnvoll.  Besondere Merkmale von FIT sind eine Qualifikation der Erzieher und Lehrer, ein gezieltes Übergangsmanagement vom Kindergarten zur Grundschule sowie eine Einbeziehung der Eltern.

Das bundesweit einmalige Konzept wurde vom Kreis Warendorf entwickelt. Es soll für die Dauer von drei Jahren in mehreren Orten im Kreis umgesetzt werden. Die Auswahl der Einrichtungen findet zurzeit statt und wird Ende Mai abgeschlossen sein.

 

Die Elternbildung ist ein wichtiger Schwerpunkt von FIT. "Nicht nur die Erzieher, sondern auch die Väter und Mütter als die ersten und wichtigsten Sprachförderer der Kinder müssen wir unterstützen", sagt Landrat Dr. Olaf Gericke. "Sprache und Bildung sind die Schlüssel zur Integration", bringt  der Landrat die Bedeutung des frühkindlichen Integrationstrainings auf den Punkt. Verwirklicht werden kann das Projekt unter anderem mit der Hilfe von Sponsoren. Die Sparkasse Münsterland Ost und die Stiftung "Ein Herz für Kinder" unterstützen es mit jeweils 10.000 Euro.  Landrat Dr. Olaf Gericke bedankte sich dafür bei Markus Schabel, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Münsterland Ost, sowie bei der Stiftung "Ein Herz für Kinder". 

 

Der hohe Anteil von Vierjährigen im Kreis Warendorf, bei denen ein Sprachförderbedarf festgestellt wurde (19 %), verdeutlicht den Bedarf an Unterstützung. Nicht nur Kinder mit einem Zuwanderungshintergrund haben Sprachförderbedarf, sondern auch viele Jungen und Mädchen aus einheimischen Familien. Erforderlich sind besondere Unterstützungsmaßnahmen sowohl für die Kinder selbst als auch für das Personal in den Tageseinrichtungen, damit sich diese besser um die Sprachförderung kümmern können.

 

FIT setzt auf eine ganzheitliche Förderung, die auf die betroffenen Kinder und deren Familien abgestimmt ist. Die Fördermaßnahmen setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Einzelheiten werden dem Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vorgestellt, der das Projekt in seiner Sitzung am Montag (25. Mai) im Kreishaus auf den Weg bringen soll.