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Worauf soll der Kreis bei der Integration achten?

Haben durch die rege Beteiligung an der Fragebogenaktion mehr über die Integrationsarbeit im Kreis erfahren: Die Leiterin des Kreissozialamtes, Brigitte Klausmeier, Verena Schulte-Sienbeck, die beim Kreis für die Integration verantwortlich ist, und Stephanie Vogel (v.l.n.r.) von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt).

- Befragung ausgewertet - 

Welche Angebote gibt es für Zuwanderer im Kreis Warendorf? Was fehlt und wo hakt es? Der Kreis Warendorf hat zur Klärung dieser und anderer Fragen eine breit angelegte Befragung von Freien Trägern und Migrantenselbstorganisationen durchgeführt.

Gut 100 Fragebögen wurden im August an freie Träger und Migrantenselbstorganisationen verschickt. 57 davon wurden ausgefüllt und zurückgesandt. "Mit der Resonanz bin ich zufrieden", sagt Verena Schulte-Sienbeck, die beim Kreis für die Integration zuständig ist.  "Den oft ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern der Vereine und Organisationen, die bei der Befragung mitgemacht haben, danke ich sehr für ihr Engagement."

"Unser Ziel war es, zu erfahren, welche Träger im Bereich Integration aktiv sind, wer welche Zielgruppen anspricht und welche Leistungen anbietet",  erläutert Verena Schulte-Sienbeck. 

Die Auswertung der Fragebögen zeigt, dass es im Kreis Warendorf ein sehr breites Spektrum an Akteuren gibt, die im Bereich der Integrationsarbeit aktiv sind. Überwiegend handelt es sich um Träger aus dem Sozialbereich. Mit ihren Angeboten wenden Sie sich in erster Linie an Familien. Mit höchster Priorität verfolgen die Befragten das Ziel, gegenseitige Toleranz und Wertschätzung zu fördern. Der Fokus der Angebote für Zuwanderinnen und Zuwanderer liegt auf der individuellen Beratung im Integrationsprozess.

Im Kreis Warendorf wird die Integrationsarbeit zu einem erheblichen Teil ehrenamtlich geleistet. Insbesondere die Migrantenselbstorganisationen und andere Vereine leben vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder. Viele verschiedene Runde Tische und Arbeitskreise schaffen Netzwerke für die Integrationsarbeit im Kreis Warendorf. "Als Erfolgsfaktoren für eine gelingende Integrationsarbeit haben uns die Befragten vor allem persönliches Engagement und die Einbindung von Migranten genannt", so Schulte-Sienbeck weiter. Die Beteiligung von Migranten wird auch als wichtigstes Kriterium für die zukünftige Tätigkeit des Kreises Warendorf hervorgehoben.

"Es gibt ein großes Interesse an einer kreisweiten Diskussion und Vernetzung", hat die Mitarbeiterin des Kreises festgestellt. Vom Aussiedlerforum bis zum Moscheeverein haben ganz unterschiedliche Gruppen geantwortet. Deutsch-ausländische Freundeskreise sowie Wohlfahrtsverbände und andere Organisationen haben ebenfalls die Bögen ausgefüllt. 

"Worauf sollte aus Ihrer Sicht der Kreis bei der Gestaltung der Integrationsarbeit achten? In welchen Handlungsfeldern sollte der Kreis Warendorf zukünftig Prioritäten setzen?" Besonders häufig genannt wurde auf diese Fragen eine Verbesserung der interkulturellen Kompetenz der Verwaltung. Zu diesem Thema werden Mitarbeiter aus verschiedenen Ämtern des Kreises in Kürze an einer Fortbildung teilnehmen. Wichtige Handlungsfelder sind aus Sicht der Befragten zudem die Bereiche Bildung, Ausbildung und  Familie.

Nach der Auswertung der Fragenbogenaktion geht der Integrationsprozess weiter. Foren in den Städten und Gemeinden sind geplant. Am 10. März findet auf Haus Nottbeck eine kreisweite  Integrationskonferenz statt.

Der Fragebogen und die Auswertung stehen hier zum Download bereit:

Fragebogen
Ergebnistelegramm